Querschnitt eines Fahrzeugmodells und der Software von ZF.

Die Middleware ist das Bindeglied zwischen dem Betriebssystem des Fahrzeugrechners und seinen Software-Anwendungen. Bild: ZF

| von Claas Berlin

Als Bindeglied zu den Software-Anwendungen und den Hardware-Komponenten eines Fahrzeugs soll die Middleware mit dem Betriebssystem verbunden werden. Dieser Ansatz minimiere laut Unternehmensangaben die Schnittstellen, sorge für eine schnellere Kommunikation mit allen Teilen des Systems und könne dazu beitragen, die Komplexität der Systemintegration für den Fahrzeughersteller zu reduzieren.

Die Middleware soll laut ZF ab 2024 in Serienfahrzeugen verfügbar sein. Ihre Entwicklung ist eng mit der Entwicklung von Anwendungssoftware für Technologiefelder wie automatisiertes Fahren, integrierte Sicherheit, Vehicle Motion Control und Elektromobilität verbunden.

Das gleiche Prinzip gilt für die Entwicklung von Hardware-Komponenten. Die Middleware vereinfacht deren flexible Integration in Fahrzeuge und ermöglicht die Kommunikation in einer universellen Sprache. Sie übersetzt und standardisiert die Kommunikation zwischen den verschiedenen Hard- und Software-Schichten des Fahrzeugs.

Abhängig von der Software-Architektur der Fahrzeughersteller bieten die Friedrichshafener mit der Middleware einen modularen Ansatz von einer kompletten Plattform-Lösung bis hin zu einzelnen Modulen, die in die Software-Plattform der Fahrzeughersteller integriert werden können.

ZF ruft Global Software Center ins Leben

ZF hat zudem ein Global Software Center unter Leitung von Nico Hartmann, Vice President, Software Solutions & Global Software Center, gegründet. Das Entwicklungszentrum nimmt 2021 seine Arbeit auf.

„Unser Global Software Center wird die Aufgabe haben, Software-Systeme für zukünftige Architekturen konzernweit zu entwickeln und dem gesamten Unternehmen zur Verfügung zu stellen“, sagt Dirk Walliser, Senior Vice President Research & Development, Innovation & Technology bei ZF. „Damit kann ZF neue Trends, Technologien, Methoden, Verfahren, Tools und Funktionen koordinieren und standardisieren, um die daraus resultierende Software allen ZF-Bereichen auf einer gemeinsamen Entwicklungsplattform zur Verfügung zu stellen."

Dies soll mittelfristig zu einheitlichen Strukturen und einer einheitlichen Entwicklungsumgebung im gesamten Konzern führen. Die Software könne durch die integrierte Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern viel schneller entwickelt und angepasst werden, um den Anforderungen zukünftiger Software-definierter Fahrzeuge gerecht zu werden.

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