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Zulieferer ZF investiert 800 Millionen Euro in den Standort Saarbrücken. Bild: ZF

| von Werner Beutnagel

Weltweit investiert ZF mehr als drei Milliarden Euro in neue Produkte und das Produktionsnetzwerk für Getriebetechnologie. „Der Anteil an Hybridgetrieben in der Produktion wird sich in den nächsten Jahren verzehnfachen – von fünf auf dann 50 Prozent“, kommentiert ZFs Vorstandsvorsitzender Wolf-Henning Scheider. Man begreife den Hybridantrieb als mehr als nur eine Brückentechnologie. „Mit höheren Reichweiten zwischen 80 und 100 Kilometern können sie den Großteil aller Fahrten elektrisch absolvieren und so der E-Mobilität schneller zum Durchbruch verhelfen“, so Scheider.

Wenn die Entwicklung zur reinen Elektromobilität so fortschreite wie aktuell prognostiziert, werde auch der Absatz im Werk Saarbrücken langfristig sinken, heißt es seitens des Zulieferers. „Diesen Wandel gilt es zu gestalten und zu moderieren“, sagt Stephan von Schuckmann, Leiter der Division Pkw-Antriebstechnik. „Die Tatsache, dass diese Effekte erst in einigen Jahren eintreten werden, gibt uns die Chance, uns bereits heute darauf vorzubereiten.“

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung habe ZF bereits Aktivitäten gestartet, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Werkes zu erhöhen. Hierzu zählen verschiedene Industrie 4.0-Projekte oder Initiativen im Bereich KI. „Unsere Mitarbeiter wollen wir mit vielfältigen Angeboten zur Weiterbildung und Qualifizierung sowie mit agileren Arbeitsstrukturen auf die Mobilität der Zukunft vorbereiten“, erläutert von Schuckmann. In Saarbrücken entwickelte Schlüsseltechnologien sollen künftig auch weltweit zum Einsatz kommen.

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