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Auf dem Weg zur Smart City ist Wien derzeit am weitesten, so eine Roland Berger-Studie.

| von Werner Beutnagel

Den ersten Rang belegt dabei Wien. „Die österreichische Hauptstadt überzeugt mit ihrer ganzheitlichen Rahmenstrategie und innovativen Lösungen für Mobilität, Umwelt, Bildung, Gesundheit und Verwaltung sowie einer Fortschrittskontrolle der einzelnen Projekte“, erklärt Roland Berger-Partner Thilo Zelt. An zweiter Stelle folgt London, unter den deutschen Städten findet sich nur Berlin im oberen Drittel des Rankings. Im Durchschnitt bewerten die Studienautoren europäischen Metropolen jedoch schlechter als Großstädte in Asien.

Wien punktet im Ranking unter anderem mit fortschrittlichen E-Health-Ansätzen und bietet als erstes deutschsprachiges Land offene Verwaltungsdaten. London versieht Straßenlaternen und Bänke mit öffentlichem WLAN, Luftqualitätssensoren und Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Singapur hingegen hat mit dem sogenannten „SingPass“ ein digitales Identifikationssystem eingeführt und installiert momentan intelligente Beleuchtungssysteme, autonome Shuttles und Telemedizin.

Neunzig Prozent der untersuchten Städte verfügen jedoch nicht über holistische Smart-City-Konzepte. „Oft liegt das aber nicht an den Strategien selbst, sondern an unklaren Verantwortlichkeiten – es fehlt nicht selten eine koordinative Funktion mit dem entsprechenden Know-how, die das Projekt vorantreibt“, bemängelt Thilo Zelt. Wien habe dieses Problem etwa durch eine Smart City Agency gelöst, in London sei ein Chief Digital Officer koordinierend tätig.

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