Waymo baut Fabrik für autonome Fahrzeuge

Waymo will künftig eigene autonome Fahrzeuge in Michigan, dem Auto-Kernland Nordamerikas, herstellen. Bild: Waymo

| von Yannick Polchow

Mithilfe des Zulieferers Magna will Waymo im Südwesten Michigans Serienfahrzeuge mit Technologie zum autonomen Fahren produzieren. Als Basis für entsprechende Fahrzeuge dienten Serienmodelle der Autobauer Fiat Chrysler und Jaguar Land Rover, die auch schon in den aktuellen Testfahrten der Google-Schwester verwendet werden. 

Waymo habe sich für den Südwesten Michigans, der US-amerikanischen Auto-Boom-Region vergangener Tage, entschieden, da sie über eine talentierte Arbeiterschaft und exzellente Schnee-Bedingungen für weitere Test verfüge, so Waymo. Offenkundig haben auch die vom Bundesstaat Michigan zugesicherten Millionensubventionen ihren Teil dazu beigetragen.

Wie die Michigan Economic Development Corporation (MEDC) mitteilte, werde die Produktionsstätte, dessen genauer Ort noch nicht feststeht, ein privates Investitionsvolumen von 13,6 Millionen US-Dollar und bis zu 400 neue Jobs generieren. Sollte dies eintreten könnte die MEDC einen leistungsbasierten Zuschuss von rund acht Millionen Dollar hinzuschießen. 

Waymo sucht nun nach einem konkreten Ort für das Werk sowie nach Ingenieuren, Betriebsexperten und Flottenkoordinatoren für die Entwicklung autonomer Fahrsysteme. In Michigan soll nach Waymos Aussagen die erste Fabrik der Welt entstehen, die zu einhundert Prozent auf die Massenherstellung autonomer Fahrzeuge auf Level 4 ausgerichtet ist.

Noch im September 2017 versicherte Waymos CEO John Krafcik, man habe bei Waymo nicht die Ambitionen, eigene Fahrzeuge zu bauen und wolle das „Geschäft der Autobauer nicht durcheinanderwirbeln“. In der Zukunft mit selbstfahrenden Elektrofahrzeugen werde es nicht mehr darum gehen, mit dem Verkauf der Autos Geld zu verdienen, sondern mit ihrem Betrieb erklärte er damals. Noch im Kontext der CES in Las Vegas betonte Krafcik, Waymo baue keine Autos, sondern entwickle Fahrer und fügte hinzu, dass er die Selbstfahr-Technologie auch für Privatautos verfügbar machen wolle.