Volvo NAIAS

Hakan Samuelsson (1. v.r.) mit der „Testfamilie“ Hain. 

| von Yannick Tiedemann

Es war einer der ungewöhnlicheren Auftritte im Rahmen des ersten Pressetages auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit. Volvo schickte zu Beginn seiner Pressekonferenz eine typisch schwedische Familie auf die Bühne, die dann erklärte, welche Ansprüche sie an ein autonomes Fahrzeug hätte. Denn die vierköpfige Familie Hain aus Göteborg gehört zu den ersten Probanden, die Volvo für sein zum autonomen Fahren ausgewählt hat.

„Wir bei Volvo machen die Dinge anders, das war schon immer so“, sagt Håkan Samuelsson, Präsident und CEO der Volvo Car Group auf der Pressekonferenz. „Seit jeher konzentrieren wir uns auf die Menschen und darauf, ihnen das Leben zu erleichtern.“ Deswegen sollen nun „ganz normale Personen“ unter Alltagsbedingungen autonome Fahrzeuge im Straßenverkehr testen.

Dafür sollen in diesem Jahr rund 100 selbstfahrende Fahrzeuge auf die Straßen Göteborgs geschickt werden. Sie werden dann von Menschen wie der Hain-Familie gefahren, so der Plan der Schweden. „Wir wollen mehr darüber erfahren, wie die Menschen sich fühlen, wenn sie den autonomen Fahrmodus aktivieren und deaktivieren, wie die Übergabe der Fahrzeugkontrolle erfolgen soll und wie sie die Zeit im Fahrzeug verbringen wollen“, erklärt Volvo-Entwicklungschef Henrik Green.

Am Ende der Pressekonferenz übergab Samuelsson der Familie den Schlüssel zu einem autonomen XC90, mit dessen Fertigung Volvo erst kürzlich begonnen hatte. Auf das gleiche Modell setzt Volvo in San Francisco, wo die Schweden zusammen mit Uber autonome Fahrfunktionen testen wollen. Auch in London startet bereits im kommenden Jahr ein Praxistest, weitere sollen in China folgen. In einem Joint Venture mit dem schwedischen Zulieferer Autoliv wird ab diesem Jahr zudem Software für Fahrassistenzsysteme und Systeme für autonomes Fahren entwickelt. Zudem sucht der OEM derzeit rund 400 neue Ingenieure, die an der Technologie arbeiten sollen.

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