The new Volkswagen ID.3

Die VW-ID-Modelle sollen durch die Verwendung von Continental-Servern vernetzt werden. Bild: Volkswagen

| von Fabian Pertschy

Der von Continental entwickelte InCar Application Server (ICAS1) geht nun bei Volkswagen in Serie. Die Technologie soll in den kommenden ID.-Elektrofahrzeugen mit Modularem E-Antriebs-Baukasten (MEB) verwendet werden. „Dank der neuen Server-Architektur werden Fahrzeuge einfacher und schneller als heute aktuell gehalten. So machen wir das Fahrzeug zum Bestandteil des Internet of Everything und tragen zu höheren Funktionsumfängen und mehr Komfort im Fahrzeug bei“, sagt Helmut Matschi, Mitglied des Vorstands von Continental und Leiter der Division Interior.

Das Server-Konzept des ICAS1 soll etwa die Fahrzeugvernetzung verbessern. Damit können neue Funktionen und Sicherheits-Updates per Funkverbindung übertragen und im Fahrzeug installiert werden. Besonders Elektrofahrzeuge würden demnach von der Serverarchitektur profitieren: In Bezug auf eine reichweitenoptimierte Streckenplanung, das Auffinden von Ladestationen und die Anbindung an die digitale Welt mit ihren Diensten und Daten. „Der ICAS1 deckt die früheren Gateway-Funktionen sowie umfassende Funktionen aus der Body-Control Domäne ab. Zusätzlich koordiniert er Over-the-Air-Updates und übernimmt die Kontrolle des Lademanagements der Fahrbatterie“, erläutert Johann Hiebl, Leiter der Continental Geschäftseinheiten Body & Security und Infotainment & Connectivity.

Je nach ID.-Fahrzeugmodell und Ausstattung sollen künftig zwei oder drei Server die Rechenleistung für das gesamte Fahrzeug bereitstellen. Für die Entwicklung des Servers hat Continental seine Erfahrung mit Gateway-Steuergeräten genutzt. Den konzeptionellen Rahmen bildet eine in Zusammenarbeit mit Elektrobit entwickelte High-Performance-Computer-Plattform. Merkmale des ICAS1 sind neben der verbesserten Rechenleistung auch eine konsequente Trennung von Hardware und Software durch die von Elektrobit entwickelte Basissoftware auf AUTOSAR Adaptive Basis. Damit können sowohl Applikationen von Volkswagen sowie Software von Drittfirmen integriert und aktualisiert werden.

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