Volkswagen Showcars I.D. BUZZ, I.D. und I.D. CROZZ (v.l.n.r.)

Volkswagen treibt die Digitalisierung im eigenen Unternehmen massiv voran. Unter anderem soll die Modellfamilie „I.D.“ komplett vernetzt an den Start gehen. Bild: Volkswagen

| von Werner Beutnagel

„Wir haben eine klare Vision: Wir bleiben Hersteller vielfach überlegener Fahrzeuge. Aber künftig werden sich unsere Volkswagen zunehmend zu digitalen ´Devices´ auf Rädern entwickeln“, sagte Jürgen Stackmann, Vertriebsvorstand der Marke Volkswagen, heute bei einer Pressekonferenz in der Berliner Konzernrepräsentanz. „Unsere Kunden werden Teil eines Ökosystems, das wir ´Volkswagen We´ nennen. Es ergänzt das Volkswagen-Erlebnis auf Rädern und holt die digitale Lebenswelt unserer Kunden ins Auto“. Zudem wolle man mit offenen Schnittstellen auch Dritte ermuntern, sich mit eigener Software zu engagieren.

Software und die damit verbundenen Dienste würden in Zukunft stärker zur Differenzierung des Autos beitragen, betonte Michael Jost, Leiter Strategie der Marke Volkswagen und Konzern Strategie Produkt. „Um diese Entwicklung zu meistern, müssen wir das Auto ein Stück weit neu erfinden.“ Dazu gehöre unter anderem eine neue IT-Architektur im Auto, die ab 2020 in der Produktfamilie I.D. Premiere feiern wird. Diese IT-Architektur verzichte zu Gunsten von wenigen Zentralrechnern mit einheitlicher Programmiersprache auf verteilte Steuergeräte mit herstellerspezifischer Software.

Basis für Dienste sei außerdem das neue Automotive-Betriebssystem „vw.OS“. „Mit dieser Trennung von Hard- und Software schaffen wir die Voraussetzung für kontinuierliche Updates und Upgrades“, so Jost.

Das Jahr 2020 hat Volkswagen derweil als Wendepunkt für die Marke ausgemacht. Ab diesem Zeitpunkt sei die Vernetzung der gesamten Flotte geplant. Mehr als fünf Millionen neue Volkswagen-Fahrzeuge werden so jährlich Teil des Internet der Dinge.

Auch das Vertriebsmodell wurde entsprechend umgestellt: Die neuen Händlerverträge ermöglichen es Volkswagen zum ersten Mal, über den gesamten Auto-Lebenszyklus in direkten Kontakt mit seinen Kunden zu treten.

Rückgrat des Ökosystems werde die konzernweite „One Digital Platform“ (ODP), die per Cloud-Technologie Fahrzeuge, Kunden und Services verbinden soll. Über die ODP erfolge die Anbindung an die neue IT-Architektur des Fahrzeugs mit eigenen Diensten von Volkswagen oder externen Partnern, die in das Ökosystem von Volkswagen integriert werden, so der Autobauer. „Volkswagen baut die ODP federführend für alle Konzernmarken auf. Zusätzlich setzen wir auf Unterstützung von außen. Entsprechende Partnerschaften werden wir in naher Zukunft bekanntgeben“, sagte Christoph Hartung, Leiter Digital & New Business / Mobility Services der Marke Volkswagen.

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