Eine Hyperloop-Teststrecke, wie sie die TUM plant

Eine Hyperloop-Strecke in Bayern: An dieser Vision forscht ein Team der Technischen Universität München. Bild: TUM Hyperloop

| von Götz Fuchslocher

Der Hyperloop ist das Konzept eines Transportsystems, bei dem sich ein Hochgeschwindigkeitszug mit annähernd Schallgeschwindigkeit in einer Röhre mit Teilvakuum fortbewegen soll. Vorgestellt hatte das Konzept der SpaceX-Gründer Elon Musk. Bei der SpaceX Hyperloop Pod Competition waren Studierendenteams aus der ganzen Welt aufgerufen, mit ihren selbstgebauten Pods gegeneinander anzutreten.

Bisher konnte das TUM-Hyperloop-Team bei jedem Rennen die Konkurrenz weit hinter sich lassen. Den aktuellen Rekord setzten die Studierenden aus München beim letzten Wettbewerb im Juli 2019 mit 482 Kilometern pro Stunde. An der Fakultät für Luftfahrt, Raumfahrt und Geodäsie der TUM wurde nun das Hyperloop-Forschungsprogramm ins Leben gerufen.

Prototyp in Originalgröße

Gefördert wird das Programm aus Mitteln der Hightech Agenda Bayern der Bayerischen Staatsregierung. Studierende der TU München sollen gemeinsam mit Wissenschaftlern an der Realisierung des Superschnellzugs arbeiten. Dazu ist unter anderem eine 24 Meter lange Teströhre und der Bau einer Prototyp-Kapsel im Maßstab 1:1 auf dem Gelände des Ludwig Bölkow Campus Taufkirchen/Ottobrunn geplant. Dazu soll die Expertise verschiedener Fachbereiche der TUM, etwa aus der Materialwissenschaft, dem Bauingenieurwesen und der Antriebssysteme, ins Programm einfließen.

In einer ersten Phase, die über zwei Jahre läuft, werden zunächst Systemanalysen durchgeführt, um die Machbarkeit und das Potenzial des Konzepts in Europa zu untersuchen, sowie Hyperloop-relevante Technologien entwickelt und erprobt. Zunächst soll das Konzept mithilfe des Demonstrators validiert werden.

In einer späteren Phase des Programms ist laut der TUM eine längere Teststrecke für weitere Versuche angedacht. Geleitet wird das Forschungsprogramm unter anderem von Agnes Jocher, die seit Anfang Juli die Professur für Sustainable Future Mobility innehat.

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