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Toyota verspricht sich von einem neuen Analyseverfahren wichtige Erkenntnisse über Lithium-Ionen-Batterien. Bild: Toyota

| von Pascal Nagel

Toyota hat gemeinsam mit dem Zulieferer Nippon Soken und vier Universitäten eine Methode entwickelt, um das Verhalten von Lithium-Ionen beim Laden und Entladen einer Batterie zu analysieren. Laut dem japanischen OEM sei es die weltweit erste Methode, die eine solche Beobachtung in Echtzeit zulässt. Der Autobauer verspricht sich dadurch wichtige Erkenntnisse, um die Kapazität und Lebensdauer von E-Auto-Batterien erhöhen zu können.

Das Prinzip nutzt einerseits hochintensive Röntgenstrahlen, die rund eine Milliarde Mal stärker sind als die von einem normalen Röntgengerät, und andererseits einen neuen Elektrolyten mit schweren Elementen anstelle der phosphorhaltigen Ionen. Durch diese Kombination lasse sich das Verhalten der Lithium-Ionen im Elektrolyt nun in Echtzeit beobachten, heißt es.

Problematisch sei bislang vor allem die Analyse der Bewegungen der Lithium-Ionen. Bei den Lade- und Entladevorgängen komme es zu einer bislang ungeklärten Ablenkung der Bewegungswege der Lithium-Ionen, welche die Maximal- sowie die Dauerleistung der Batterie begrenzt.

Toyota kündigt an, dieses Verhalten innerhalb der Batterie nun zu untersuchen und die Abläufe genau zu analysieren. Auf Grundlage der Ergebnisse können so künftig Materialien und Strukturen optimiert werden. Ersten Schätzungen des Autobauers zufolge, könnten auf diese Weise verbesserte Batterien bis zu 15 Prozent mehr Reichweite in einem Elektro-Fahrzeug ermöglichen.

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