| von Werner Beutnagel

42 Prozent aller Auffahrunfälle auf Autobahnen und 14 Prozent auf den Landstraßen könnten durch adaptive Tempomaten (intelligente Abstandswarner) vermieden werden. Das ist ein Ergebnis eines europaweit angelegten Feldtests der Organisation EuroFOT.

Über ein Jahr lang waren dafür 1 000 speziell ausgestattete Autos mit wechselnden Fahrern auf Europas Straßen unterwegs. Zu den Mitgliedern des EuroFOT-Konsortiums gehören unter anderem Automobilhersteller wie Daimler, BMW, Ford, Volkswagen und Volvo, Zulieferer wie Bosch und Delphi, die Allianz-Versicherung sowie zahlreiche Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Vor allem der adaptive Tempomat wirkte positiv. Das System hält radargestützt den Abstand zum Vordermann, verhindert zu nahes Auffahren und plötzliche Bremsmanöver. Neben der Vermeidung von Auffahrunfällen könnte er auch scharfe Bremsmanöver auf Autobahnen um 67 Prozent und auf Landstraßen um 45 Prozent überflüssig machen.

Die Verringerung der Unfallzahlen hätte bei flächendeckender Ausrüstung der Fahrzeuge zudem einen positiven Effekt auf den Verkehrsfluss. Nicht zuletzt sinkt durch die gleichmäßigere Fahrweise unter Tempomat-Einfluss der Kraftstoffverbrauch: bei Pkw um drei, bei Lkw und zwei Prozent.

Aber auch der schon seit Jahren eingesetzte konventionelle Tempomat erhöht laut EUROFOT die Sicherheit. Denn Fahrten mit hohen Geschwindigkeiten werden dadurch seltener und somit nimmt auch die Anzahl der geringen Abstände und abrupte Bremsmanöver ab.

Ebenfalls untersucht wurden Totwinkel-Assistenten und Geschwindigkeitswarner für die Kurvenfahrt. In beiden Fällen waren 80 Prozent der nach dem Test befragten Fahrer der Meinung, dass die Systeme die Sicherheit erhöhen. Mit einer vorausschauenden Geschwindigkeitswarnung, die einige Hersteller anbieten, erhöht sich laut 75 Prozent der Fahrer die Sicherheit. Das System sei vor allem auf Landstraßen eine große Hilfe. Außerdem unterstütze es defensives Fahrverhalten.

sp-x/fh

 

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