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Die Taxidichte in deutschen Städten trägt einen großen Teil zur Luftverschmutzung bei.

| von Fabian Pertschy

Dieselabgase gelten als besonders belastend für die Luftqualität in Innenstädten. Vor allem Taxiflotten greifen häufig auf den in Verruf geratenen Verbrenner zurück. Die Umrüstung auf E-Fahrzeuge wäre somit eine sinnvolle Maßnahme für die Branche, doch das stückweise Vorrücken im Wartezustand bringt Probleme beim Ladevorgang mit sich. Kabelgebundene Ladesäulen fallen als Lösung aus.

Der Lehrstuhl für Internationales Automobilmanagement der Universität Duisburg-Essen (UDE) hat deshalb mit sechs Partnern ein Pilotprojekt gestartet: das kabellose „Taxi-Lade-Konzept für den öffentlichen Raum“ – kurz: Talako. Es läuft drei Jahre und wird durch das Bundeswirtschaftsministerium mit zwei Millionen Euro gefördert.

„Unser Konzept funktioniert mittels induktivem Ladestreifen. Dieser ist unterirdisch in die Taxi-Warteschlange integriert“, erklärt Lehrstuhlinhaberin Heike Proff. In den kommenden sechs Monaten wird das System zunächst bei einem Taxiunternehmen in Mülheim/Ruhr getestet. Dort soll eine Prototyp-Anlage entstehen und anschließend eine Pilotanlage in Köln aufgebaut werden. Auf dieser können bis zu sechs Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden.

Neben der Universität Wuppertal, der Stadt Köln, dem Ingenieurdienstleister INTIS, der RheinEnergie AG und dem TaxiRuf (Köln) gehört auch der englische Fahrzeughersteller LEVC zum Konsortium. „LEVC ist ein Pionier auf dem Gebiet von Taxi-Elektrofahrzeugen und stellt die für London typischen Black Cabs her“, sagt Projektkoordinator Gregor Szybisty, der zudem anmerkt, dass weitere Autobauer für das Projekt gewonnen werden sollen.