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Zum testen autonomer Fahrfunktionen setzt Uber auf modifizierte Volvo-Fahrzeuge. Im Fall des Unfalls in Tempe waren die Volvo-eigenen Assistenzsysteme deaktiviert. Bild: Uber

| von Werner Beutnagel

Dies berichtet das Webportal „The Information“ unter Bezugnahme auf zwei Insider. Demzufolge sei nicht die Sensorik des Fahrzeugs für den Unfall in Tempe, Arizona verantwortlich, sondern die softwaregesteuerte Reaktion des Fahrzeugs.

Grund für die Kollision mit tödlichem Ausgang seien dem Bericht zufolge die Einstellungen des genutzten Systems gewesen: Ebenso wie die Systeme anderer Hersteller sei die Self-Driving-Unit des Uber-Fahrzeugs dahingehend konfiguriert gewesen, „False Positives“ zu ignorieren. Unter anderem dient diese Einstellung dazu, Objekte im Pfad des Fahrzeugs zu erkennen und zu ignorieren, wenn diese kein Problem für das Fahrzeug darstellen. Als Beispiel nennt der Artikel etwa Plastiktüten auf der Fahrbahn.

Im Fall der in Arizona eingesetzten Software sei die Einstellung zu lapidar gewesen, so die Insider, und das Fahrzeug habe nicht schnell genug reagieren können.

„Natürlich bedeuten Unfälle und Fehlfunktionen einen Rückschlag für die Technologie, die einen positiven Einfluss auf den Verkehr der Zukunft haben kann“, kommentierte Autoexperte Stefan Bratzel den Uber-Unfall gegenüber carIT. „Vor allem dann, wenn Systeme zu früh oder mit Fehlern zum Einsatz kommen.“ Dennoch dürfe man die Technologie nicht verteufeln, so Bratzel weiter. „Selbst wenn die Technologie noch nicht alle Unfälle verhindern kann, ist mit einer Verminderung schon viel gewonnen. Was es darüber hinaus braucht, ist eine offene Diskussion über die Chancen aber auch die Grenzen der Technologie. Dabei müssen auch Schwachstellen der Systeme offen benannt werden.“

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