Skepsis gegenüber autonomer Mobilität schwindet

Immer mehr Deutsche können sich vorstellen, autonome Fahrzeuge zu nutzen. Bild: Continental

| von Werner Beutnagel

Am größten ist die Bereitschaft, autonome Straßen-, U- oder S-Bahnen zu nutzen (63 Prozent), auf Rang zwei folgen Fernverkehrs-Züge (54 Prozent). Auch das Vertrauen in Autopiloten im Pkw nimmt zu: So würde fast jeder Zweite ein autonomes Auto oder Taxi nutzen. Etwas weniger Vertrauen bringen die Deutschen pilotierten Bussen entgegen (38 Prozent). Immerhin jeder Vierte findet die Vorstellung interessant, ein autonomes Flugtaxi zu rufen. Im Falle regulärer Flugzeuge würden nur 12 Prozent eine Maschine ohne menschlichen Piloten besteigen.

„Vor wenigen Jahren klang es noch nach Science Fiction, sich vom Autopiloten von A nach B fahren zu lassen. Heute wird dies mit allen Verkehrsmitteln bereits in der Praxis erprobt und teilweise auch kommerziell genutzt“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Es ist keine Frage, ob wir autonome Verkehrsmittel in Zukunft ganz alltäglich nutzen werden – es ist alleine die Frage, wann es so weit ist. Das autonome Fahren wird den Individualverkehr ebenso revolutionieren wie den öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Besonders auf der Schiene können autonome Systeme heute bereits zu deutlich mehr Effizienz führen, etwa durch eine höhere Taktung.“

Vor allem unter den jüngeren Studienteilnehmer erfreut sich die autonome Mobilität großer Beliebtheit: So können sich 85 Prozent der 16- bis 29-Jährigen vorstellen, ein autonomes Verkehrsmittel zu nutzen. Unter den 30- bis 49-Jährigen und den 50- bis 64-Jährigen sind es mit 77 beziehungsweise 80 Prozent etwas weniger. Zudem seien Männer, so die Studienautoren, autonomer Mobilität etwas zugeneigter als Frauen (82 beziehungsweise 74 Prozent).

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