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Mit dem Schaeffler Mover adressiert der Zulieferer die Mobilität der Zukunft. Bild: Schaeffler

| von Werner Beutnagel

Unter anderem wurde für die Technologiestudie ein neues Radmodul entwickelt, dass Antriebs- und Fahrwerkskomponenten vereint. Mit Hilfe des „Intelligent Corner Moduls“ soll eine hohe Wendigkeit bei gleichzeitigem Komfort für die Insassen realisiert werden. Ziel ist es, mit Hilfe der Plattform mehrere Fahrzeugaufbauten zu ermöglichen – vom Robotaxi bis zum autonomen Lieferfahrzeug.

Das „Intelligent Corner Modul“, das sind in allen vier Rädern des Konzeptfahrzeugs findet, umfasst den Radnabenmotor, die Radaufhängung inklusive Federung und den Aktor für die elektromechanische Lenkung. Die Lenkung des Radmoduls ist als elektromechanisches Steer-by-Wire-System realisiert worden, die Radaufhängung ermöglicht einen Einschlag von bis zu 90 Prozent. Dies ermöglicht laut Schaeffler einen Wendekreis von fünf Metern sowie ein Wenden auf der Stelle. Eine eigens entwickelte Fahrdynamikregelung ermöglicht es, jedes Rad individuell anzusteuern und Funktionen von ESP, Torque Vectoring und Allradlenkung zusammenzuführen.

Im Schaeffler Mover liefert jeder der vier Elektromotoren bei 300 Volt Betriebsspannung eine Dauerleistung von 13 Kilowatt und eine zeitlich begrenzte Spitzenleistung von 25 Kilowatt. Das Nenndrehmoment von 250 Newtonmeter pro Motor kann kurzzeitig verdoppelt werden.

Weiterhin setzt der Schaeffler Mover auf ein digitales Abbild des Fahrzeugs in der Cloud. Durch eine laufende Analyse der Betriebs- und Zustandsdaten lässt sich so zum Beispiel zukünftiger Wartungsbedarf mit zeitlichem Vorlauf erkennen.