Forscher prüfen im Labor die Sicherheit autonomer Fahrfunktionen.

Ein großangelegtes deutsch-japanisches Forschungsprojekt, das auf deutscher Seite von der Technischen Universität Ilmenau angeführt wird, soll hochautomatisierte Fahrzeuge verkehrssicher machen. Bild: TU Ilmenau/Michael Reichel

| von Götz Fuchslocher

Die TU Ilmenau führt deutsch-japanisches Forschungsprojekt zur Sicherheit autonomer Fahrzeuge an. Wissenschaftler und Entwicklungsingenieure hochrangiger deutscher und japanischer Firmen und Forschungseinrichtungen entwickeln Testverfahren, die Fahrzeugherstellern künftig helfen werden, die Sicherheit neuer selbstfahrender Fahrzeuge vor der Zulassung nachzuweisen. An dem auf drei Jahre angelegten Forschungsprojekt sind unter anderem die Fahrzeughersteller Mercedes Benz, Toyota, Honda und Nissan sowie der Prüfstandhersteller AVL, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Sony und Continental beteiligt. Das Projektvolumen beträgt fast 4,7 Millio-nen Euro, von denen das Bundesforschungsministerium 3,7 Millionen und die Forschungspartner selbst eine Million Euro finanzieren.

Prof. Matthias Hein, Sprecher des Forschungsschwerpunkts Funk- und Informationstechnik am Thüringer Innovationszentrum für Mobilität an der TU Ilmenau.
Wissenschaftler um Prof. Hein entwickeln virtuelle Testmethoden und -umgebungen für die Sensorsysteme, die für das autonome Fahren von zentraler Bedeutung sind. Bild: TU Ilmenau/Michael Reichel

Um nicht mehr Hunderte von Millionen Testkilometern absolvieren zu müssen, setzt die Fahrzeug- und Mobilitätsbranche heute auf virtuelle Fahrtests. Für automatisierte Fahrzeuge müssen sie erst noch entwickelt und für eine weltweite Standardisierung vorbereitet werden. Das hat das Forschungsprojekt VIVID zum Ziel. 2017 hatten die Regierungschefs Deutschlands und Japans eine Zusammenarbeit bei der Forschung rund um vernetztes und automatisiertes Fahren beschlossen. Im Rahmen dieser Kooperation startete das Bundesforschungsministerium nun drei Forschungsprojekte, darunter das Projekt VIVID. Initiiert wurde es von Prof. Matthias Hein, Sprecher des Forschungsschwerpunkts Funk- und Informationstechnik am Thüringer Innovationszentrum für Mobilität an der TU Ilmenau.

Hein konnte auf das Vorgängerprojekt SafeMove aufbauen, in dem KFZ-Radare in der Forschungsanlage VISTA getestet wurden. Diese Kombination aus Funkmesshalle und virtueller Straßenumgebung ist nun Forschungs- und Entwicklungsplattform für das VIVID-Projekt. Wie die TU Ilmenau mitteilt, werden die Wissenschaftler um Prof. Hein hier virtuelle Testmethoden und -umgebungen für die Sensorsysteme entwickeln, die für das autonome Fahren von zentraler Bedeutung sind. Die Testmethoden, die nun im VIVID-Projekt entwickelt werden, umfassen die Simulation, die Modellierung und, als letzten Schritt zur Serientauglichkeit und Marktfreigabe, die Absicherung aller Testergebnisse.

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