| von Gert Reiling

120 Versuchsfahrzeuge machen simTD zum vermutlich weltweit größten Feldversuch der Car-to-X und Car-to-Car-Kommunikation. Nach mehrjähriger Forschungsarbeit startete das Projekt jetzt im Großraum Frankfurt.

Die Modellregion bietet  optimale Rahmenbedingungen: ein hohes Verkehrsaufkommen, modernste Verkehrserfassungs- und Verkehrssteuerungsanlagen sowie alle relevanten Straßenkategorien, die eine Übertragbarkeit auf andere Regionen erlauben. „Mit simTD bringen wir jetzt eine zukunftsfähige Technologie auf die Straße, mit deren Hilfe Fahrzeuge untereinander und mit der Verkehrsinfrastruktur vernetzt werden. Fahren wird dadurch sicherer, komfortabler und effizienter“, erklärt simTD-Projektleiter Dr. Christian Weiß (Daimler).

simTD (Sichere Intelligente Mobilität – Testfeld Deutschland) ist ein Gemeinschaftsprojekt deutscher Automobilhersteller, Zulieferer, Kommunikationsunternehmen, Forschungsinstitute und Straßenbetreiber. Ziel ist die Entwicklung und umfassende Erprobung von Technologien, mit denen Fahrzeuge untereinander und mit den Verkehrszentralen der Straßenbetreiber Daten austauschen. So können Autofahrer beispielsweise über Gefahrenbremsungen vorausfahrender Wagen, über Hindernisse auf der Straße, über die Verkehrslage an der nächsten Baustelle oder über die optimale Geschwindigkeit, um die nächste Ampel bei Grün zu erreichen, informiert werden.

Gleichzeitig speisen die Fahrzeuge ihre Daten anonymisiert in die Verkehrszentralen ein, die dadurch ein noch umfassenderes, aktuelleres und präziseres Bild der Verkehrslage errechnen können. Prognosen zur Verkehrsentwicklung und die Verkehrssteuerung werden dadurch noch verlässlicher, der Verkehrsfluss wird verbessert und dadurch die Verkehrssicherheit erhöht..

Perspektivisch sollen  Systeme wie die Car-to-X Kommunikation auerhaft in den Straßenverkehr integriert werden. Voraussetzung ist ein einheitlicher Standard der Infrastruktur sowie eine breite Markteinführung der fahrzeugseitigen Komponenten durch die Automobilindustrie.

Projektpartner sind: Opel, AUDI, BMW/ BMW Forschung und Technik GmbH, Daimler (Projektleitung), Ford Forschungszentrum Aachen, Volkswagen,  Bosch, Continental, Deutsche Telekom, Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH), TU Berlin, TU München, Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, Unit Würzburg, Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement und Stadt Frankfurt am Main. Gefördert und unterstützt wird das Projekt durch die Bundesministerien für Wirtschaft, Forschung, Verkehr sowie  das Land Hessen, den Verband der Automobilindustrie (VDA) und das Car 2 Car Communication Consortium.

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