Porsche_Startup_taktile Daten

Der Sportwagenbauer investiert in Tactile Mobility, um zusätzliche Informationen über den Zustand von Fahrzeugen und Straßen zu gewinnen. Bild: Porsche

| von Götz Fuchslocher

Taktile Daten simulieren einen Tastsinn. Ein Algorithmus verarbeitet die bereits vorhandenen Informationen verschiedener Sensoren. „Die Methode von Tactile Mobility hilft uns, zusätzliche Informationen über den Zustand von Fahrzeugen und Straßen zu gewinnen – über die herkömmliche Sensorik hinaus“, sagt Michael Steiner, Vorstand für Forschung und Entwicklung bei Porsche.

Mit diesen Daten könne beispielsweise eine noch bessere Abschätzung des Reibwerts erfolgen, der bei der Fahrt zwischen Reifen und Fahrbahn entsteht. Potenziale seien auch in der prädiktiven Wartung zu sehen sowie in der Optimierung des Batteriemanagements.

Die Software von Tactile Mobility könne in einer weiteren Entwicklungsstufe Daten zur Beschaffenheit des Fahrzeugs selbst, beispielsweise zu Motor- und Bremseffizienz und Kraftstoffverbrauch liefern, hört man vom Sportwagenhersteller. So lassen sich Rückschlüsse auf den Verschleißzustand verschiedener Fahrzeugkomponenten ziehen.

Die Anwendungsmöglichkeiten für taktile Daten und Abtastung gehen aber auch über das einzelne Fahrzeug hinaus, da eine weitere Auswertung der Informationen in einem Backend stattfinde. So könne die Software Straßenverhältnisse ermitteln und veränderte Fahrbahnbedingungen schnell erkennen, um weitere Fahrzeuge im Flottenverbund auf diese Veränderungen vorzubereiten.

Wie Porsche mitteilt, beteiligen sich an der aktuellen Finanzierungsrunde neben Porsche auch Union Tech Ventures und bestehende Investoren. Tactile Mobility will die Mittel vor allem für die Stärkung seiner Entwicklungs- und Vertriebsaktivitäten nutzen, um die Zusammenarbeit mit weiteren Automobilherstellern und Mobilitätsdienstleistern, Kommunen und Straßenbaubehörden in den USA, Europa und Asien zu fördern, heißt es aus Zuffenhausen.

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