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Der neue Porsche 911 soll nasse Straßen am Geräusch erkennen können. Bild: Porsche

| von Yannick Tiedemann

Porsche verpasst dem neu aufgelegten 911 einen serienmäßigen Assistenten für die Fahrt auf nassen Straßen. Mikrofone in den vorderen Radhäusern erkennen anhand des aufgewirbelten Spritzwassers, wie viel Regen auf der Fahrbahn steht. „Der Wet Mode wurde entwickelt, um den Fahrer bei Nässe nachhaltig zu unterstützen. Er begrenzt dabei weder die maximale Leistung des Motors noch schränkt er die Höchstgeschwindigkeit ein und sollte daher auch nicht als Versicherung für zu schnelles Fahren bei starker Fahrbahn-Nässe verstanden werden, sondern im wahrsten Sinne des Wortes als Assistenzsystem“, sagt Baureihenleiter August Achleitner. 

Ab einer bestimmten Wassermenge werden Traktionsregelung und Stabilitätsprogramm schärfer gestellt, so dass sie im Notfall früher eingreifen. Gleichzeitig wird der Fahrer gewarnt und aufgefordert, manuell über einen Schalter in der Mittelkonsole in das Fahrprogramm „Wet Mode“ zu wechseln, wodurch unter anderem das Gaspedal weniger sensibel eingestellt wird und der Motor seine Kraft sanfter entfaltet. Erkennt das System eine nasse Fahrbahn, wird das Ansprechverhalten von Porsche Stability Management (PSM) und Porsche Traction Management (PTM) vorkonditioniert. Beim Allradmodell fließt zudem Drehmoment von der Hinter- an die Vorderachse. Der Sportwagen soll sich dadurch sicherer bewegen lassen, Richtungs- und Lastwechsel besser wegstecken. So soll ein besseres Handling bei plötzlichen Richtungswechseln, spontanem Leistungseinsatz sowie auf wechselnden Fahrbahnbelägen mit verschiedenen Reibwerten erreicht werden.

red/sp-x/hs