OEMs und Zulieferer gründen Konsortium für autonomes Fahren

Das „Autonomous Vehicle Computing Consortium“ nimmt seinen Betrieb auf – mit an Bord sind unter anderem GM, Toyota, Bosch und Continental. Bild: GM

| von Fabian Pertschy

Auf einer Konferenz in San Jose verkündete der Chipdesigner ARM die Bildung des neuen Konsortiums für automatisiertes Fahren. Neben den beiden OEMs Toyota und General Motors sowie ARM gehören zum Autonomous Vehicle Computing Consortium (AVCC) auch Bosch, Continental, Denso, Nvidia und NXP Semiconductors. Die acht Hersteller, Zulieferer und Tech-Unternehmen wollen damit eine führende Organisation für autonomes Computing schaffen.

Es gelte, einen Standard für eine Systemarchitektur sowie eine Computingplattform zu entwickeln, um die Technik erschwinglicher und verfügbarer für Kunden zu machen. Dafür benötige es eine Zusammenarbeit auf Branchenebene, betonte Dipti Vachani, Senior Vice President und General Manager der Sparte Automotive und IoT bei ARM. So sollen Herausforderungen wie Hochleistungs-Computing innerhalb der Leistungs-, Wärme- und Größenbeschränkungen eines Fahrzeugs gemeistert werden.

Unter anderem werde Bosch dazu beitragen, Software-APIs für jeden Baustein in einem autonomen System zu entwickeln, definierte Michael Meier, Leiter Engineering und Produktmanagement, Fahrerassistenz und automatisiertes Fahren beim Zulieferer, den künftigen Beitrag seines Unternehmens. „Die Hardware- und Softwareanforderungen für autonome Fahrzeuge sind enorm und erfordern eine energieeffiziente, leistungsstarke KI-Plattform, um Sensordaten zu verarbeiten und ein Höchstmaß an Sicherheit zu erreichen“, ergänzte Gary Hicok, Senior Vice President für Automotive Hardware and Software Systems bei Nvidia.

Das erstes Ziel des Autonomous Vehicle Computing Consortium ist es, eine Referenzarchitektur und -plattform zu definieren, um autonome Leistungsziele festzulegen. „Stellen Sie sich eine Welt vor, in der Fahrzeuge in der Lage sind, eine dynamisch verändernde Umgebung wahrzunehmen, nahtlos miteinander zu kommunizieren, Infrastrukturen am Straßenrand und digitale Servicenetze zu nutzen und gleichzeitig ihre Insassen – oder sogar Fracht – sicher und autonom zu transportieren“, kommentierte Vachani.

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