Nutzer von E-Autos wünschen sich mehr Ladepunkte

Fahrer von Elektroautos wünschen sich sowohl mehr Ladesäulen als auch eine einheitliche Struktur bei Zugang und Abrechnung. Bild: Ford

| von Werner Beutnagel

Als Erleichterung empfinden die Befragten das Vorhandensein von mehr Ladepunkten (46 Prozent) sowie einen einheitlichen Zugang zu Charging Points verschiedener Anbieter (41 Prozent). Rund 77 Prozent der Befragten steht im eigenen Zuhause ein Ladepunkt zur Verfügung, am Arbeitsplatz ist dies nur bei 55 Prozent der Fall. 61 Prozent der Elektromobilisten, die keinen Ladepunkt zu Hause haben, laden ihr Fahrzeug über eine Standardsteckdose auf.

„Elektrisches Fahren ist unumstritten die Zukunft der Mobilität. Wir befinden uns derzeit am Scheideweg der Energiewende. Elektrofahrzeuge werden immer beliebter. Damit beginnt die nächste Phase der Elektromobilität: die flächendeckende Anwendung“, erklärt NewMotion-CEO Sytse Zuidema. „Es kommt hauptsächlich auf die Zusammenarbeit zwischen Automobilherstellern und Anbietern von Ladelösungen, aber auch von anderen an der Energiewende beteiligten Unternehmen an. Nur so können wir die vielversprechende Zukunft der Elektromobilität erfolgreich gestalten.“

Für Besitzer von E-Fahrzeugen sei es zudem wichtig, nicht zu viele Ladekarten mitführen zu müssen, heißt es in der Studie. In der Realität sehe dies aber anders aus: 15 Prozent der Befragten in Europa besitzen fünf oder mehr Karten für verschiedene Ladeanbieter, der durchschnittliche deutsche Nutzer ist mit 3,4 Karten unterwegs. In den Niederlanden beträgt der Wert nur 1,82.

Einen weiteren Fokus legen die E-Mobilisten auf den Strompreis beim Laden: 43 Prozent geben an, den Preis schon vor dem Ladevorgang zu kennen, 37 Prozent recherchieren vor dem Charging-Vorgang den exakten Preis. Zwei von fünf Umfrageteilnehmern berichten, sie hätten schon einmal einen anderen Endpreis bezahlen müssen, als vorher angezeigt worden war.

Als Grund für den Wechsel auf ein elektrisches Fahrzeug geben die Befragten in der Mehrheit (61 Prozent) Kosteneinsparungen oder das Fahrerlebnis (58 Prozent) an. Aus Umweltschutzgründen sind nach eigenen Angaben nur zehn Prozent gewechselt, obwohl sich 81 Prozent der Fahrer von E-Autos im Allgemeinen als umweltbewusst betrachten. Einmal gewechselt scheint für die Befragten kaum ein Weg zurück zum Verbrennungsmotor zu führen: 86 Prozent planen, sich wieder ein Elektrofahrzeug zuzulegen, neun von zehn Studienteilnehmern würden ein E-Fahrzeug weiterempfehlen. 60 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass vollelektrisches Fahren im Jahr 2030 die dominierende Antriebsart sein wird. 14 beziehungsweise 13 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen die Zukunft in Wasserstoff- oder Hybridantrieben.

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