| von Gert Reiling

Damit E-Autos beim Laden die Stromnetze nicht an ihre Belastungsgrenze bringen, müssen die Fahrzeuge nahtlos eingebunden werden. Dazu entwickelt das Fraunhofer ESK Kommunikationsschnittstellen für ein einheitliches Energiemanagement.

Die Forscher aus München zeigen auf der Hannover Messe  vom 7. bis 11. April 2014 in Halle 13 zeigen die ESK-Forscher, wie die Elektro-Tankstelle dazu mit den internationalen Standards ISO/IEC 15118 und IEC 61850 als interoperabler Knoten zwischen E-Fahrzeug und Leitstelle fungiert. Beide Schnittstellen haben die ESK-Ingenieure dafür bereits implementiert und können so zeigen, dass ihre Konzepte praxistauglich sind.

Mit ihrer Lösung unterstützen sie Hersteller von Ladestationen und Elektrofahrzeugen sowie Energienetzbetreiber bei der Implementierung der Standards und dem Test ihrer Produkte auf Standardkonformität. Automatische Authentifizierung des Fahrzeugs, automatisches zeitversetztes Laden und dynamische Tarifmodelle – die digitale Kommunikation vor, während und nach dem Laden ist nicht nur essentielle Basis für smartes Laden, mit ihr können Anbieter von Stromtankstellen ihren Kunden zudem eine Vielzahl von Value Added und Comfort Services bieten. Dies erfordert jedoch auch komplexe, länderübergreifend nutzbare Kommunikationstechnologien.

Die ESK-Forscher haben in dem EU-Forschungsprojekt SmartV2G (Smart Vehicle-to-Grid Interface) nach einer gründlichen Technologie-Evaluierung den neuen Standard ISO/IEC 15118 für die Kommunikation zwischen Ladestation und Elektrofahrzeug implementiert und das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten unter Anwendung der Übertragungstechnologie HomePlug Green PHY mit dem IPv6-Protokoll getestet. Ebenso werden im Projektverlauf auch Interoperabilitätstests durchgeführt.

Damit präsentiert das Fraunhofer ESK auf der Messe eine Lösung für die Umstellung des Stromnetzes auf erneuerbare Energien. Nicht nur Ladestationen und E-Autos können in das Smart Grid eingebunden werden  – auch Energieversorger und Netzbetreiber können durch die Erweiterung alle Elemente im Netz mit nur einem Standard ansprechen und ihr Energiemanagement so deutlich vereinfachen. Die Kombination der international anerkannten Standards macht die Ladestation zu einem interoperablen Knotenpunkt, der die Intelligenz des Smart Grid auf den Bereich des Ladevorgangs von E-Autos überträgt.

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