Eine neue Software von Aptiv erkennt die Anwesenheit von Kindern

Eine neue Software von Aptiv erkennt die Anwesenheit von Kindern. Sie sollen so im Auto etwa vor Hitzschlag besser geschützt werden. Bild: Aptiv

| von Götz Fuchslocher

Zulieferer Aptiv hat ein System entwickelt, das in der Lage ist, Säuglinge, Kleinkinder wie auch die Anwesenheit von Haustieren im Auto festzustellen. Dies erfolge durch eine Kombination aus fortschrittlichen Sensoren und ausgeklügelter Software. Die Sensoren sollen in der Lage sein, selbst durch Bettdecken hindurch die Atmung oder den Puls eines Säuglings zu erkennen. Damit das neue Warnsystem angenommen werde, müsse die Software auch die Situation richtig beurteilen. Dies bedeute falsch-positive Ergebnisse zu vermeiden. Es müsse also genau beurteilen können, wann ein Kind im Fahrzeug ungewollt zurückgelassen werde, denn sonst würde es nach einigen Fehlalarmen nicht mehr wahrgenommen.

Laut Aptiv erkennen Behörden und Organisationen auf der ganzen Welt den Bedarf an technologischen Lösungen, die helfen können, Unfälle mit im Fahrzeug zurückgelassenen Kindern zu verhindern. Der Zulieferer verweist dazu etwa auf die Ankündigung des European New Car Assessment Programme (Euro NCAP), ab 2022 Bewertungspunkte für die Erkennung von Kindern zu vergeben.

Verschiedene Möglichkeiten der Objekterkennung

Aptiv zufolge könnten etwa Algorithmen zur Objektklassifizierung mit Hilfe einer Kamera ein Baby, einen Autositz oder andere Gegenstände identifizieren, die möglicherweise zurückgelassen wurden. Wenn ein Kleinkind, ein älteres Kind oder ein Haustier vom System als vergessen klassifiziert wird, kann das Fahrzeug eine Reihe von Maßnahmen ergreifen. Euro NCAP evaluiere derzeit einen Protokollentwurf, in dem diese Maßnahmen aufgeführt seien. Am naheliegendsten ist es laut Aptiv, die Hupe oder den Autoalarm zu betätigen und die Warnblinkanlage für mehrere Sekunden aufblinken zu lassen und zu verhindern, dass die Türen verriegelt werden.

Wenn niemand das Kind nach der ersten Warnung zurückhole, könnte das System die Warnung eskalieren und die akustischen und visuellen Alarme jede Minute für 15 Sekunden wiederholen. Wenn immer noch keine Reaktion erfolge, könnte das Fahrzeug eine Textnachricht senden oder einen Telefonanruf an eine registrierte Nummer tätigen. Sollte es sich um ein Elektrofahrzeug handeln, könnte sich sogar die Klimaanlage einschalten, um den Innenraum kühl zu halten, oder die Fenster herunterlassen, wenn die Umgebungsbedingungen dies erfordern.

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