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Die Entwicklungsarbeit von Mercedes-Benz Trucks steht im Zeichen aktueller Mobilitätstrends.

| von Claas Berlin

Im Lkw-Montagewerk in Wörth konnte sich carIT beim FutureLab ein Bild von den Zukunftsplänen der Stuttgarter machen. „Im Lkw-Umfeld gibt es so viele technologische Umbrüche wie nie zuvor. Uns steht eine sehr spannende Zeit bevor“, so Stefan Buchner, Bereichsvorstand von Daimler Trucks und Buses.

Mit der Vorstellung des Mercedes-Benz Future Trucks hat der OEM bereits eine erste Antwort auf die Mobilität der Zukunft gegeben. Die Vision: Im Jahr 2025 soll der Lkw vernetzt, autonom und möglichst emissionsfrei unterwegs sein.

Beim automatisierten Fahren nimmt der Fernverkehr eine Sonderstellung ein: Nahezu identische Geschwindigkeit, große Distanzen sowie die lange Verweildauer der Fahrer im Fahrerhaus prädestinieren den Lkw für die Einführung des hochautomatisierten Fahrens in den kommenden Jahren.

Mit der Einführung möchte Daimler auch dem Fahrermangel entgegenwirken: Allein in Deutschland fehlen zur Zeit rund 45.000 Berufskraftfahrer, ihre Zahl könnte sich in den nächsten zehn Jahren sogar fast verfünffachen. Zudem ließen sich durch autonome Fahrvorgänge Stand- und Wartezeiten deutlich reduzieren.

Ein Trend lässt sich in Wörth deutlich ablesen: Das Wohl des Fahrers rückt bei der Entwicklung künftiger Lkw-Generationen noch stärker in den Fokus. „Der Fahrerarbeitsplatz wird sich sukzessive zum Büroarbeitsplatz mit Lounge-Atmosphäre wandeln und bekommt eine digitale Seele“, unterstreicht Oliver Stick, Exterieur- und Interieur-Designer für Mercedes-Benz Lkw.

Angesichts der zunehmenden Komplexität ist intuitive Bedienbarkeit eine der Kernanforderungen beim Designen des Human-Machine-Interface: „Der Fahrer möchte ein einfaches System, keine komplexe Maschine in die man sich erst einlesen muss“, sagt HMI-Designerin Annelie Schanz. „Wir werden alle Elemente des Info- und Entertainments daher künftig so gestalten, dass sie wie ein Tablet oder Smartphone bedienbar sind und ihre Logik dem Fahrer bereits bekannt ist.“

Neben autonomen Fahrvorgängen und der digitalen Vernetzung im Cockpit steht bei Daimler auch die Weiterentwicklung des Lkw-Antriebs weit oben auf der Agenda. Gemeinsam mit der Politik haben die Fahrzeughersteller beschlossen, die Treibhausgasemissionen in der EU bis 2030 im Mittel um 30 Prozent gegenüber dem Jahr 2005 zu verringern.

Um diese Ziele zu erreichen, intensivieren die Stuttgarter ihre Forschungsanstrengungen im Bereich Elektromobilität. Mit dem eActros schickt der OEM in Kürze seinen ersten vollelektrischen Lkw für den schweren Verteilerverkehr auf die Straße. Zugleich entwickelt Daimler neue Konzepte für Wasserstoff- und Erdgasantriebe.

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