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Mit dem eCitaro möchte der Daimler-Konzern den Nahverkehr sukzessive elektrifizieren.

| von Claas Berlin

In Zukunft soll nicht nur die individuelle Mobilität auf Elektromobilität umgestellt werden, auch der Nahverkehr setzt sich mit emissionsfreien Fortbewegungsmitteln immer stärker auseinander. „Erste Bestellungen des eCitaro aus Berlin und Hamburg zeigen uns, dass wir mit der Elektromobilität im Nahverkehr einen Nerv getroffen haben“, betont Daimler Buses-Entwicklungschef Gustav Tuschen.

Daimler Buses investiert bis 2020 rund 200 Millionen Euro in die Umsetzung der konzernweiten CASE-Strategie. Ein wesentlicher Anteil fließt dabei in Kompetenzaufbau, Entwicklung und die Produktion von Elektrobussen. Ein Hauptaugenmerk liegt auf der Weiterentwicklung der Batterie.

Die erste Generation des eCitaro deckt ohne Zwischenladung rund 30 Prozent der Anforderungen der Verkehrsbetriebe ab. Mit der Evolution der Batterietechnologie könnten mit der folgenden Bus-Version bereits rund 50 Prozent abgedeckt werden. Weitere Kapazitäten sollen in Zukunft durch Feststoff-Batterien, die sich durch eine größere Lebensdauer und höhere Energiedichte auszeichnen, erschlossen werden.

In vier Jahren möchte der OEM die Reichweite des eCitaro nochmals durch einen Range-Extender in Form einer Brennstoffzelle zur Stromerzeugung steigern. Sie wird so ausgelegt, dass annähernd 100 Prozent aller Anforderungen an Stadtbusse abgedeckt werden können.

„Wir zeigen unseren Kunden schon heute auf, was wir in den kommenden Jahren vorhaben: Dass wir die Reichweite unseres eCitaro weiter verbessern und welche Technologiepfade wir hierzu einschlagen werden. Wir gehen diesen ungewöhnlichen Schritt, um den Kommunen frühzeitig Planungssicherheit zu geben“, sagt Till Oberwörder, Leiter von Daimler Buses.