| von Gert Reiling

Der ,,Dynamic Light Assist“ im VW Touareg und Phaeton wie auch die ,,Gleitende Leuchtweitenregulierung“ im Audi A 8 sind herausragende Ergebnisse einer Entwicklung, die maßgeblich vom LichtLAB in Wolfsburg beeinflusst wird.

Im LichtLAB, einer Kooperation der Volkswagen Konzernforschung mit der TU Braunschweig, entwickelt ein interdisziplinäres Team innovative Lichtsysteme für die Zukunft. Ziel ist die Integration neuer Lichttechnologien in aktive Frontscheinwerfersysteme, um für den Fahrer ein Maximum an Sicht und damit mehr Sicherheit zu gewährleisten.

Beim „Dynamic Light Assist“, weltweit in den neuen Fahrzeugmodellen Touareg und Phaeton von VW eingesetzt, handelt es sich um ein komplett neues System der dynamischen Fernlichtsteuerung. Er ermöglicht, dauerhaft mit Fernlicht zu fahren, ohne den Gegenverkehr oder vorausfahrende Verkehrsteilnehmer zu blenden.

Dazu erfasst eine Kamera am Innenspiegel die exakte Position der anderen Verkehrsteilnehmer. Per Elektronik wird die Maskierungsfunktion in jedem Scheinwerfer separat aktiviert, die Fernlichtscheinwerfer werden partiell nur für den relevanten Bereich abgeblendet. Dadurch wird die gesamte Fahrbahnausleuchtung deutlich verbessert.

Als intelligente Lichttechnologie bietet Audi im neuen A8 die Funktion „Gleitende Leuchtweitenregulierung“ an. Eine Videokamera am Innenspiegel erkennt dabei vorausfahrende und entgegenkommende Fahrzeuge an ihrer Beleuchtung und passt den eigenen Lichtkegel in der Reichweite an. Dadurch entsteht ein gleitender Übergang, der immer soviel Ausleuchtung wie möglich zulässt.

Im LichtLAB arbeiten Mitarbeiter der Volkswagen Konzernforschung gemeinsam mit den Entwicklern der Marken VW, Audi und Skoda sowie Wissenschaftlern der TU Braunschweig zusammen. Als Grundlage wird  die psychologische Wirkung von Licht auf den Fahrer ermittelt. Dieses Wissen fließt in die Entwicklung eines Simulationswerkzeuges für virtuelle Nachtfahrten ein, das auch die Blendung des Gegenverkehrs realistisch darstellen kann. Für die Erprobung werden die neuen Lichtfunktionen dann prototypisch in Versuchsfahrzeugen umgesetzt.

Das LichtLAB wurde im Februar 2009 mit der Eröffnung des Niedersächsischen Forschungszentrums für Fahrzeugtechnik (NFF) in Wolfsburg ins Leben gerufen. Am NFF sind neben der Volkswagen Konzernforschung für Fahrerassistenzsysteme die TU Braunschweig und weitere wissenschaftliche Einrichtungen sowie weitere namhafte Industrieunternehmen beteiligt.

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