Kabinett beschließt Anspruch auf Ladestellen in Wohnhäusern

Mieter und Wohnungseigentümer haben künftig einen Rechtsanspruch auf Ladepunkte für E-Autos. Bild: Volkswagen

| von Stefan Grundhoff

„Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Förderung der E-Mobilität“, erklärte Justizministerin Christine Lambrecht. Außerdem „kann künftig jeder Wohnungseigentümer einen Glasfaseranschluss mit hoher Kapazität verlangen.“ Der Bundestag muss dem Entwurf noch zustimmen.

„Bauliche Maßnahmen im individuellen Interesse einzelner Wohnungseigentümer, die zugleich im gesamtgesellschaftlichen Interesse liegen, werden künftig erleichtert“, erläuterte das Justizministerium. Das Gleiche gilt für Baumaßnahmen zur Barriere-Reduzierung oder für den Einbruchschutz. Das derzeitige Wohnungseigentumsgesetz stammt aus dem Jahr 1951.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze begrüßte den Schritt: Damit würden Elektroautos für viel mehr Menschen als bisher alltagstauglich, sagte sie. „Der eigene Stellplatz ist für viele der praktischste Ladepunkt.“