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Projektionen auf dem Asphalt sollen die Kommunikation zwischen autonomen Autos und Fußgängern verbessern. Bild: JLR

| von Werner Beutnagel

Durch auf die Fahrbahn projizierte digitale Balken sollen Fußgänger erkennen können, ob das autonom fahrende Modell als nächstes anhalten, losfahren oder abbiegen will. Über den Abstand zwischen den Balken suggeriert das Fahrzeug einen Brems- oder Beschleunigungsvorgang, vor dem Abbiegen fächern sie in eine bestimmte Richtung aus. Entwickelt wurde das System in der Abteilung Future Mobility Research mit fahrenden Pods des Projektpartners Aurrigo und Unterstützung durch Verkehrspsychologen. Tests laufen bereits im Raum Coventry in Großbritannien.

Unter anderem messen die Techniker, wie sehr sich das Vertrauen der Fußgänger gegenüber selbstfahrenden Autos durch die Technologie verbessern lässt. Das Projekt knüpft an eine Testreihe aus dem Jahr 2018 an, bei dem virtuelle „Augen“ an der Front der Aurrigo Pods einen direkten Blickkontakt zwischen Auto und Fußgänger herstellen sollten, um auf diese Weise eine Vertrauensbasis zwischen Mensch und Maschine zu erschaffen.

„Mit den Testreihen wollen wir herausfinden, wie umfassend autonome Fahrzeuge Informationen mit Fußgängern teilen müssen, damit diese ihr Vertrauen gewinnen“, kommentiert Pete Bennett, Manager Future Mobility Research, Jaguar Land Rover. „Wie bei jeder neuen Technologie geht dem ein Lernprozess voraus. In Bezug auf autonome Fahrzeuge sollen Fußgänger sicher sein, zum Beispiel eine Straße gefahrlos überqueren zu können. Diese Grundlagenforschung bildet die Basis fortdauernder Entwicklungen zur Frage, wie intensiv autonome Fahrzeuge in Zukunft mit Menschen interagieren werden.“