Range Rover Velar auf der Straße

Zu den Fahrzeugen, die ab dem Modelljahrgang 2021 die neue Technologie zur Geräuschunterdrückung bieten, zählt unter anderem der Range Rover Velar. Bild: JLR

| von Götz Fuchslocher

Die aktive Fahrbahngeräusch-Unterdrückung von JLR nutzt die Active Noise Technology des Technologiespezialisten Silentium, der aus einem israelischen Start-up hervorgegangen ist. Dabei überwachen Sensoren an allen Rädern permanent die von der Fahrbahnoberfläche ausgehenden Schwingungen. Das System berechnet eine sogenannte destruktive Interferenzwelle, eine Art Gegenfrequenz, die die für Passagiere hörbaren Geräusche unterdrückt. Durch diese Überwachung in Echtzeit können auch plötzlich auftretende Geräusche, verursacht etwa von Schlaglöchern oder rauem Belag, isoliert und unterdrückt werden.

Ausgesendet wird die Gegenfrequenz in den Modellen von Jaguar und Land Rover über die Lautsprecher des Meridian-Soundsystems. Dabei nutzt die Aktive Fahrbahngeräusch-Unterdrückung auch Daten zur Sitzbelegung, um die Funktion des Systems für sämtliche Passagiere auf allen Plätzen zu optimieren. Die neue Technologie schaffe es so, alle Forderungen im Hinblick auf Ruhe und Kultiviertheit, Fahrzeuggewicht und Fahrdynamik perfekt auszubalancieren, heißt es von Seiten des Autoherstellers. In den neuen P400e-Modellen des Jaguar F-PACE und des Range Rover Velar mit Plugin Hybridantrieb wirkt die aktive Fahrbahngeräusch-Unterdrückung mit der hier ebenfalls integrierten Motorgeräusch-Unterdrückung zusammen. Unter der Bezeichnung Aktive Fahrbahngeräusch-Unterdrückung zählt die neue Technologie bereits zur Ausstattung der neuen Modelljahrgänge 2021 von Jaguar F-PACE, Jaguar XF und Range Rover Velar.

Die Technologie ist JLR zufolge in der Lage, störende Lärmspitzen um zehn dB und den Gesamtgeräuschpegel um drei bis vier dB zu senken. Diese signifikant reduzierte Belastung der Passagiere mit niedrigfrequenten Geräuschen bis 300 Hertz kann laut einer Studie des US-amerikanischen National Center for Biotechnology Information dazu beitragen, die Piloten auf ausgedehnten Reisen weniger schnell ermüden zu lassen.

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