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Jaguar Land Rover forscht an aufgedruckter Elektronik für automobile Cockpits. Bild: JLR

| von Götz Fuchslocher

Eine Technologie ist die Lightweight Electronics in Simplified Architecture, kurz: LESA. Mit ihr orientiert sich der Autobauer an flexiblen Wearables oder gebogenen TV-Bildschirmen. Kabel, Sensoren und weitere Steuerungselemente werden dabei in allen nichtmetallischen Materialien direkt eingegossen oder aufgedruckt. An einer getesteten Bedieneinheit haben sich JLR zufolge Gewichtseinsparungen von bis zu 60 Prozent ergeben, zudem konnte die Dicke des Overhead-Bedienpanels von 50 auf lediglich 3,5 Millimeter reduziert werden.

Die 3D-basierte Technologie biete großes Potenzial, da sie dank des einteiligen Designs über den Gewichtsvorteil hinaus auch zu flacheren und schöneren Bauteilen führe, hört man von JLR. So lasse sich etwa ein digitales Display ohne Bildschirm auf eine natürliche Oberfläche wie ein Holzfurnier drucken. Ein weiteres Szenario sieht man in stromlinienförmigen und komplett tastenlosen Cockpitdesigns.

Die LESA-Technologie lässt sich JLR zufolge in weniger komplexen und hochautomatisierten Fertigungsprozessen umsetzen. Bei der Herstellung wird mit Hilfe von CAD (Computer-Aided- Design) ein Teil zunächst regelrecht „aufgefaltet“. Der elektronische Schaltkreis – der nach bisheriger Methode in einem konventionellen Steuergerät verkabelt wurde – wird dann auf die flache Oberfläche gedruckt und die Komponenten montiert, ehe die CAD-Darstellung zurück in das 3D-Original zurückgeht. Das Teil samt der auf der Oberfläche aufgedruckten Elektronik sei damit bereit für die Serienproduktion.

Zu den Zielen der Forschungen zähle es, den Usern ein noch stärker auf ihre Bedürfnisse maßgeschneidertes Angebot machen zu können sowie den Konstrukteuren und Designern Instrumente an die Hand zu geben, Gewichtseinsparungen, Packagevorteile und neue Gestaltungsmöglichkeiten umzusetzen, hört man vom britischen OEM.

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