IKEA eröffnet erste Charge Lounge in Ludwigsburg

An der Ikea-Filiale in Ludwigsburg steht die erste Charge Lounge: Eine Elektrotankstelle mit angeschlossener Verkaufsfläche. Bild: Ikea Deutschland

| von Pascal Nagel

Die Ikea-Filiale in Ludwigsburg hat ein Ladekonzept für Elektroautos gezeigt, das Stromtankstelle, Energiespeicher und Verkaufsraum miteinander kombiniert. Entwickelt wurde die sogenannte Charge Lounge vom schwedischen Einrichtungskonzern gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO.

„Der Grundgedanke, Ladeinfrastruktur mit einer Speichermöglichkeit für regenerativ erzeugte Energie zu verbinden, hat zu unserem Ansatz der Charge Lounge geführt“, sagt Konzeptentwickler Wilhelm Bauer vom Fraunhofer IAO. Im Technikmodul der 24 Quadratmeter großen Box ist eine Pufferbatterie integriert, eine ehemalige Fahrzeugbatterie im zweiten Lebenszyklus. Auf diese Weise können sowohl netzdienliche Funktionen erbracht als auch Ladeleistungen ohne kostenintensive Anschlussleistungen bereitgestellt werden, heißt es.

„Die Möglichkeit, Ladeinfrastruktur optisch ansprechend und funktional nutzerfreundlich auszugestalten, bietet Raum für Mehrwertdienste, die ganz unterschiedlich modular je nach Standortanforderung aufgebaut werden können“, ergänzt Bauer. Wie solche Mehrwertdienste aussehen können, zeigt Ikea in Ludwigsburg: Die Charge Lounge dient gleichzeitig als Ausstellungsfläche des Möbelhauses für Produkte rund um die Themen Energie und Nachhaltigkeit.

Für die Charge Lounge kooperiert Ikea mit DB Energie, dem Energiedienstleister der Deutschen Bahn, der Evtec AG für die Ladeinfrastruktur sowie der Furch GmbH für Design und Gestaltung der Lounge. Zum Betrieb der Ladesäulen nutzt Ikea nach eigenen Angaben zu 100 Prozent Ökostrom.

Neben der bislang noch einmaligen Charge Lounge stattet das schwedische Unternehmen seine Filialen in Deutschland bereits mit herkömmlichen Ladesäulen aus. Bis 2019 sollen Kunden von Ikea Deutschland an jedem Einrichtungshaus Strom tanken können.