Höhere Kaufprämie lässt Autokäufer kalt

Für den Ausbau der Elektromobilität scheint die Kaufprämie bislang nicht das beste Mittel der Wahl zu sein. Bild: Renault

| von Yannick Tiedemann

Wie die Marktforscher von Puls in einer Befragung demnach herausfanden, führt die erhöhte Kaufprämie bei mehr als jedem zweiten deutschen Autokäufer (55 Prozent) nicht unbedingt zu einer gesteigerten Kaufabsicht eines E-Autos. Dagegen stehen 12 beziehungsweise 21 Prozent der Befragten, deren Interesse durch die Maßnahme geweckt oder erhöht wurde.

„Die Kaufprämie wirkt offensichtlich besonders auf die nachrückenden Kunden der Generation Z, geht an der Masse der deutschen Autokäufer aber vorbei“, sagt Puls-Geschäftsführer Konrad Weßner.

Bezogen auf die Hersteller könnten laut Studie besonders Hyundai und Kia profitieren. So geben unter Interessenten der beiden koreanischen Automarken stattliche 57 beziehungsweise 44 Prozent an, dass durch die Prämie ihr Kaufinteresse an einem Elektroauto geweckt beziehungsweise gesteigert wurde.

Anfang November hatten Politik und Industrie auf dem sogenannten Auto-Gipfel im Bundeskanzleramt die Aufstockung und Verlängerung der E-Auto-Kaufprämie vereinbart. Konkret soll der Zuschuss um 50 Prozent bei E-Fahrzeugen bis zu einem Nettolistenpreis von 40.000 Euro und um 25 Prozent bei teureren Fahrzeugen bis zu einer Grenze von 65.000 Euro steigen – und das bis zum Jahr 2025. Zudem sollen in den kommenden zwei Jahren 50.000 neue öffentliche Ladepunkte in Deutschland entstehen. Beide Maßnahmen wurden heute vom Bundeskabinett auf seiner Klausurtagung auf Schloss Meseberg offiziell beschlossen und auf den Weg gebracht. 

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