Hochbahn_Heat_Shuttle_Test

Der autonome Kleinbus soll schon bald erste Praxiserfahrungen im urbanen Raum sammeln und schrittweise in den realen Straßenverkehr überführt werden.

| von Claas Berlin

Im Forschungs- und Entwicklungsprojekt HEAT (Hamburg Electric Autonomous Vehicle) testet die Stadt gemeinsam mit der Hamburger Hochbahn, Entwicklungsdienstleister IAV sowie der Mobility-Sparte von Siemens das neue Konzept auf den Straßen der Hansestadt.

Der autonome Kleinbus bietet insgesamt zehn Fahrgästen Platz und soll nach dem Testbetrieb laut Angaben der beteiligten Akteure bis 2021 auf einer knapp zwei Kilometer langen Strecke durch die HafenCity fahren und dabei fünf Haltestellen bedienen.

Zu Beginn wird das Shuttle nur mit einem Sicherheitsfahrer an Bord und einer Geschwindigkeit von 15 km/h getestet. In der zweiten Phase soll die Höchstgeschwindigkeit auf 25 km/h erhöht werden. Erste eingewiesene Fahrgäste sollen dann mitfahren dürfen. Bis 2021 soll der Kleinbus mit 50 km/h und ohne Fahrzeugbegleiter auf der gesamten Teststrecke unterwegs sein.

Die Projektpartner möchten mit HEAT Erfahrungen mit autonomen Shuttles im urbanen Umfeld in Deutschland sammeln und testen, inwieweit das Konzept als Erweiterung des bestehenden Nahverkehrs taugt. Dafür investieren die Akteure einen zweistelligen Millionenbetrag.

„Im Markt herrscht zurzeit ein immenser wirtschaftlicher Druck bei neuen Mobilitätsangeboten. Dem können und wollen wir uns nicht verschließen. Mit HEAT testen wir, inwieweit sich autonome Fahrzeuge in den ÖPNV integrieren lassen“, sagt Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Hochbahn, vor anwesenden Journalisten.

Neben dem eigens für das Projekt entwickelten Fahrzeug stehen vor allem auch infrastrukturelle Fragen und die gesellschaftliche Akzeptanz im Fokus. Für die Gesamtfahrzeugkonzeption ist IAV verantwortlich. Die intelligente Infrastruktur stellt Siemens Mobility bereit. Den praktischen Fahrbetrieb und die Verkehrssteuerung übernimmt die Leitstelle der Hochbahn.

„Der ÖPNV ist das Rückgrat jeder Großstadt. Wichtig ist, dass wir neue Angebote schaffen, die zukunftsfähig sind und bei den Bürgern auf breite Akzeptanz stoßen. Hier in Hamburg haben wir die besten Voraussetzungen, um das autonome Fahren in all seinen Facetten zu testen“, betont Michael Westhagemann, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien Hansestadt Hamburg.

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