| von Gert Reiling

Nicht nur den Fraunhofer-Wissenschaftlern dienen die beiden FreccO´s als Testplattform: Künftig können auch OEMs und Automobilzulieferer in Zusammenarbeit mit dem IFAM den FreccO nutzen, um neue Komponenten zu testen oder zu entwickeln.

Die Forschungsautos mit ihren vielen zahlreichen Komponenten wie den Radnabenmotoren sind spektakuläre Ergebnisse des Projektes Fraunhofer Systemforschung Elektromobilität, einer Kooperation von 33 Fraunhofer-Instituten. Ziel dieser Kooperation ist es, die deutsche Automobil- und Zulieferindustrie dabei zu unterstützen, sich langfristig einen Spitzenplatz im Bereich der Elektromobilität zu sichern. Gefördert wurde das Projekt  aus Bundesmitteln mit 34,5 Millionen Euro.

Basis der Elektroautos ist der Artega GT, ein zweisitziger Sportwagen. ,,In den Frecc0 1.0 haben wir bereits käufliche Komponenten eingebaut und uns darauf konzentriert, das Zusammenspiel dieser Komponenten zu optimieren“, sagt Franz-Josef Wöstmann, Abteilungsleiter am Fraunhofer-Institut IFAM in Bremen.

,,Wir haben den Motor von Anfang an für den europäischen Markt ausgelegt“, erklärt Wöstmann. ,,Sein Durchmesser ist so gewählt, dass er in einer 15 Zoll-Felge Platz findet.“ Da die Forscher den gesamten Antriebsstrang – also den gesamten Motor samt Mitteltunnel, Kardanwelle und Getriebe – aus dem Auto hinaus in die Radnaben gelegt haben beziehungsweise komplett darauf verzichten, sind völlig neue Fahrzeugkonzepte möglich.

Bei einem Fahrzeug, das außen etwa die Größe eines Golfs hat, wäre der Innenraum dann etwa so groß wie bei einer S-Klasse. Ein weiterer Vorteil: Die Leistung kann bedarfsgerecht an jedem Rad bereitgestellt werden. Das bietet den Insassen eine höhere Sicherheit, da jedes einzelne Rad nicht nur separat abgebremst, sondern auch beschleunigt wird.

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