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Wissenschaftlern der Universität Sheffield ist ein Durchbruch bei der Nutzung im Sprayverfahren aufgetragener Solarzellen gelungen. Unter anderem für den Betrieb von Zero Emission-Fahrzeugen bildet Sonnenenergie eine wichtige Grundlage. Bild: BMW

| von Werner Beutnagel

Einem Wissenschaftlerteam der Universität Sheffield ist es gelungen, eine neuartige Form von Solarzellen im Sprayverfahren auf Oberflächen aufzutragen. Ein entsprechendes Verfahren war bislang mit organischen Leiterstoffen erprobt worden, durch die Nutzung des Minerals Perowskit verspricht die neue Solar-Legierung jedoch neue Potentiale im Bereich der Photovoltaik. „Die Materialklasse verfügt über das Potential, die hohe Performance fortgeschrittener Solarzellentechnologien mit den geringeren Energiekosten zu verbinden, die der Produktion organischer Photovoltaik-Systeme inhärent sind“, so Projektleiter David Lidzey.

Durch die Ähnlichkeit des Verfahrens zu grafischen Druckvorgängen oder der Spraylackierung von Fahrzeugen ließe sich das neue Material auch in großen Serienfertigungen effektiv nutzen, so die Prognose der Wissenschaftler. Zur Praxistauglichkeit des neuen Materials trage unter anderem dessen hoher Wirkungsgrad von rund 19 Prozent bei – In Versuchen mit gesprayten Zellen war ein Wert von 11 Prozent erreicht worden. Das derzeit im Photovoltaik-Bereich vorherrschende Silicium erreicht einen Wirkungsgrad von 25 Prozent, ist in der Produktion allerdings deutlich kostenintensiver. „Ich glaube, dass neue Photovoltaik-Technologien auf Basis dünner Materialschichten eine wichtige Rolle spielen werden, wenn es darum geht, die Aufnahme von Solarenergie voran zu treiben und dass der Einsatz von Perowskit-Zellen dabei wahrscheinlich ist“, so die Prognose Lidzeys.

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