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Ford-Ingenieure untersuchen, ob sich farbige Lichter oberhalb der Frontscheibe für die Kommunikation zwischen autonomen Fahrzeugen und Fußgängern eignen. Bild: Ford

| von Claas Berlin

Eine am Fahrzeugdach montierte Lichtleiste blinkt wahlweise weiß, violett oder türkisfarben, um anzuzeigen, ob das autonome Fahrzeug gerade vorwärts anfährt oder beispielsweise den Weg für andere freigibt. Beobachter notierten währenddessen die Reaktionen anderer Verkehrsteilnehmer.

Im Rahmen der Tests hat der OEM den "Human Car"-Sitz in einem Ford Transit Connect installiert. Dank dieses Sitzes bleibt der Fahrer für andere Verkehrsteilnehmer weitgehend unsichtbar, sodass der Transporter tatsächlich wie ein autonomes Fahrzeug wirkt.

Die Tests wurden in Deutschland gemeinsam mit der Technischen Universität Chemnitz durchgeführt und ergänzen bereits existierende Forschungsprojekte in den USA. Die Forscher überprüften unter anderem die Wirksamkeit von zwei Farben zusätzlich zu weiß, sowie eine neue Positionierung der Lichter am Dach oberhalb der Windschutzscheibe.

„Grundsätzlich müssen die Menschen auf autonome Fahrzeuge vertrauen. Die Entwicklung einer universell verständlichen Kommunikation ist dafür ein Schlüssel. Testfahrer mittels eines Sitzes zu tarnen, war eine von zahlreichen Ideen, um bei unserer Forschung praktische Ergebnisse zu erzielen“, sagt Thorsten Warwel, Manager, Core Lighting, Ford of Europe.

Mit dem Ziel, ein selbstfahrendes Fahrzeug für Nordamerika zu entwickeln, das erstmals 2021 zum Einsatz kommen soll, arbeitet Ford an Vertrauensbildung bezüglich autonomer Fahrzeuge. Wesentlich dafür ist die Schaffung eines Industriestandards zur Kommunikation von Fahrabsichten. Auch Daimler hat in jüngster Zeit ein Konzept für Lichtsignale in selbstfahrenden Pkw vorgestellt.

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