Ford-Algorithmus berechnet optimale Standorte

Ein neuer Algorithmus von Ford soll helfen, die optimalen Standorte für Ladesäulen zu finden. Bild: Ionity

| von Werner Beutnagel

Datenwissenschaftler des Autobauers haben hierfür Fahrdaten von über einer Million Kilometer Länge ausgewertet und insbesondere Orte berücksichtigt, an denen Fahrzeuge geparkt werden. Nach einer Analyse im Großraum London kam das Team nach eigener Aussage zu dem Ergebnis, dass es möglich wäre, den Zugang zum mobilen Laden schon mit einer relativ kleinen Anzahl strategisch platzierter Schnellladestationen deutlich zu verbessern.

Bereits 2017 und 2018 hatte Ford in London ein ähnliches Programm mit 20 Plug-In-Hybriden durchgeführt. Ein Ergebnis war, dass die gewerblich und kommunal eingesetzten PHEV-Transporter insgesamt zu 35 Prozent im reinen Elektromodus unterwegs waren, innerstädtisch stieg der Wert sogar auf 68 Prozent. Während des Versuchs wurden die Fahrzeuge jedoch kaum an öffentlichen Stationen geladen, sondern primär in Niederlassungen, Depots oder zu Hause.

Im Joint Venture Ionity ist Ford gemeinsam mit anderen Autoherstellern derzeit aktiv am Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos beteiligt. Bis 2020 sollen in diesem Zusammenhang europaweit 400 neue Schnellladestationen entstehen.