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Symbio will im Jahr 2030 einen Marktanteil von 25 Prozent bei Wasserstoff-Brenstoffzellensystemen erreichen. Bild: Symbio

| von Fabian Pertschy

Beide Unternehmen haben ihre Zusammenarbeit an Wasserstoff-Brennstoffzellen formalisiert. Die Gründung von Symbio, A Faurecia Michelin Hydrogen Company, soll alle dahingehenden Aktivitäten bündeln, um die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Brennstoffzellensystemen für leichte Nutzfahrzeuge, Nutzfahrzeuge, Lkw sowie für andere Bereiche der Elektromobilität voranzutreiben.

Die Anfangsinvestition der beiden Unternehmen beträgt 140 Millionen Euro. Das Gemeinschaftsunternehmen soll die Entwicklung beschleunigen, die Massenproduktion aufnehmen und das Geschäft in Europa, China sowie den Vereinigten Staaten ausbauen. Bis zum Jahr 2030 wird ein Marktanteil von 25 Prozent und ein Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro angestrebt. Symbio wird hierfür über drei Industrieanlagen verfügen, um die drei genannten Automobilmärkte zu beliefern.

Um die gesteckten Ziele zu erreichen, bringt Faurecia sein technologisches Wissen im Bereich der Wasserstoffmobilität sowie die Ergebnisse der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit der CEA (Französische Atomenergiekommission) ein. Michelin wiederum steuert die Kenntnisse seiner Tochtergesellschaft Symbio bei, die integrierte Wasserstoff-Brennstoffzellensysteme in Kombination mit einer Reihe von Dienstleistungen anbietet.

Das Joint Venture gehört den beiden Konzernen zu gleichen Teilen und wird von Michelin-, Faurecia- und Symbio-Führungskräften geleitet. Fabio Ferrari nimmt dabei die Rolle als CEO ein: „Ich habe Symbio vor fast zehn Jahren gegründet, um auf eine Welt hinzuarbeiten, in der Bewegungsfreiheit emissionsfrei ermöglicht wird. Mit der Gründung dieses Gemeinschaftsunternehmens zeigen Michelin und Faurecia, dass auch sie diese Vision teilen.“ Guillaume Salvo, ehemals Director Product Lines Light Vehicles bei Faurecia Clean Mobility, wird den Posten als Deputy Chief Operating Officer antreten.