| von Gert Reiling

Ein Assistenzsystem warnt Autofahrer, wenn sie drohen, in Sekundenschlaf zu fallen. In diesem vom Ilmenauer Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT) entwickelten System beobachten Kameras den Fahrer und erkennen, wenn er die Augen zu lange geschlossen hält.

Eyetracker heißt das System, das aus mindestens zwei Kameras besteht. Die Funktionsweise ist denkbar einfach: Die Kameras werden beispielsweise auf dem Armaturenbrett angebracht und beobachten den Fahrer. Sie erfassen ein stereoskopisches Bild von der Lage und der Ausrichtung der Pupille. Erkennt das System, dass der Fahrer seine Augen eine bestimmte Zeit, beispielsweise eine Sekunde lang geschlossen hält, löst es einen Alarm aus. Dabei erkennt es die Blickrichtung auch, wenn der Fahrer seinen Kopf zur Seite bewegt.

Vergleichbare Warnsysteme gibt es bereits. Der Vorteil des Eyetrackers sei jedoch, dass er sich problemlos in jedes Auto einbauen lasse, erklärt Peter Husar vom Fraunhofer IDMT. Außerdem müssten die Kameras im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen nicht auf jeden Fahrer eigens kalibriert werden, was die Handhabbarkeit erleichtere.

Da die Bildverarbeitung in den Kameras stattfindet, kommt das System ohne weitere Hardware aus. Die Kameras selbst sind nur wenige Zentimeter groß, so dass sie unauffällig im Auto angebracht werden können. Das System verfügt über eine Standard-Schnittstelle, so dass es an den Bordcomputer des Autos angeschlossen werden kann.

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