| von Gert Reiling

Bezahlbare Elektromobilität im Masseneinsatzz lautet das Ziel eines Pilotprojektes, zu dem sich jetzt 20 Lehrstühle des Wissenschaftszentrums Elektromobilität (WZE) der Technischen Universität München zusammengeschlossen haben.
Das Projekt trägt den Namen MUTE (engl.: gedämpft, leise). Zum ersten Mal werden hier in einem umfassenden Forschungsansatz technische Herausforderungen mit sozioökonomischen Rahmenbedingungen verknüpft. Das daraus resultierende kostengünstige und innovative Fahrzeugkonzept für den Einsatz im städtischen Großraum und dessen Umland soll 2011 in Form eines ersten fahrbaren Prototyps auf der IAA in Frankfurt vorgestellt werden.
Das Projekt MUTE erreicht eine deutliche Reduzierung der Kosten bei gleich-bleibender Reichweite des Fahrzeugs vor allem über die Minimierung des Gesamtfahrzeuggewichts. Auch ein geringer Rollwiderstand und eine gute Aerodynamik tragen ihren Teil dazu bei. Als Energiespeicher nutzt MUTE einen Lithium-Ionen-Akkumulator mit einem neu entwickelten Batteriemanagement und innovativem Sicherheits- und Kühlsystem. Die Reichweite wird durch die Integration eines elektrischen Range-Extenders erhöht. Eine mögliche Variante ist die Verwendung einer Zink-Luft-Batterie.
Trotz seiner nur 15 kW hat das Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Betrieben mit Strom aus dem heutigen deutschen Stromnetz entspricht sein Kohlendioxid-Ausstoß 42g/km. Es werden aber Szenarien entwickelt, das Fahrzeug zu 100 Prozent mit regenerativ erzeugtem Strom zu betreiben. Eine Mobilfunkanbindung des Fahrzeugs an einen zentralen Server ermöglicht es, IT-basierte Mehrwertdienste anzubieten. In den kommenden zwölf Monaten soll das MUTE-Fahrzeugkonzept den Stand eines serienfähigen Prototyps erreichen, der von Industriepartnernzu einem marktfähigen Angebot weiterentwickelt werden kann.

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