| von Gert Reiling

Das System besteht aus einer etwa eineinhalb Quadratmeter großen, in den Boden eingelassenen Ladeplatte und und einem Stromabnehmer am Fahrzeugboden. Die mit Starkstrom geladene Platte trägt eine rund 50 Meter lange Kupferspule in sich, die den über ihr abgestellten Wagen über ein Spannungsfeld mit Energie versorgt. Der Strom fließt nur, wenn ein Fahrzeug darüber steht.  Fahrzeug und Ladestation kommunizieren per Transponder, der den Empfänger erkennt, seine Bonität prüft und die Ladekenndaten überträgt.

Zahlreiche Kommunalverwaltungen, Energieversorger, Flughäfen und Gewerbebetriebe nutzen inzwischen den 15 kW / 20 PS starken und 75 km/h schnellen Ecocarrier, dessen Fahrerkabine ein wenig an den Land Rover Defender erinnert. Das maximale Drehmoment liegt bei über 950 Newtonmetern. Allein das Volkswagenwerk orderte für den internen Werksverkehr 39 Stück, die bei der Werks-Post, in der Materialverwertung und bei der Werksfeuerwehr eingesetzt werden.

Die Basisversion des für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassenen Elektrolieferwagens wird bei VW Sarajevo gefertigt und von der Emder Dirks Group in Hannover endmontiert. Ecocraft Automotive verfügt zudem in Wunstorf über drei Fertigungshallen und beschäftigt derzeit 30 Mitarbeiter, die sich vor allem um die Aufbauten kümmern.

Der Ecocarier  bezieht seine Energie gegenwärtig aus Blei-Gel-Batterien. Die Reichweite liegt bei etwa 80 Kilometern. Die Aufladezeit beträgt acht bis zehn Stunden, etwa 800 bis 1200 Ladezyklen sind möglich. Noch in diesem Jahr wird das Unternehmen Lithiumionen-Batteriesätze anbieten, durch deren geringeres Gewicht die Nutzlast um rund 250 Kilogramm steigt. Die Ladezeit verringert sich dann auf drei bis fünf Stunden und die Zahl der Ladezyklen steigt auf 2000 bis 2500 Ladezyklen.

Der Absatzplan von Ecocraft Automotive geht für 2011 von bis zu 700 Fahrzeugen aus. Sie werden über Vertriebspartner sowie von EcoCraft Automotive in Wunstorf direkt vertrieben.

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