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E-Antriebe sind für Dacia momentan zu kostspielig. Die zu Renault gehörende Marke muss mit Autogasantrieben vorliebnehmen. Bild: Dacia

| von Fabian Pertschy

Massive Elektrifzierung der Kernmarke, günstige Autogasmotoren für den Budget-Ableger: Die Renault-Gruppe fährt bei der Vermeidung von CO2-Strafen bei ihren einzelnen Marken eine differenzierte Strategie.

Die E-Autoflotte der Marke Renault soll bis 2022 acht reine Batteriemodelle umfassen, darunter den Kleinstwagen Twingo ZE, wie Deutschland-Chef Uwe Hochgeschurtz nun im Rahmen der Jahrespressekonferenz angekündigt hat. Dazu kommen zwölf Hybrid- und Plug-in-Hybridfahrzeuge. Den Anfang macht in Kürze der Kleinwagen Clio, später im Jahr erhalten dessen SUV-Bruder Captur sowie der kompakte Mégane einen Stromanschluss.

Die Elektrifizierung soll dem Hersteller helfen, die von der EU vorgegebenen CO2-Ziele für das laufende Jahr zu erreichen. Hochgeschurtz gibt sich diesbezüglich optimistisch. Unter anderem, weil die Marke mit dem Renault Zoe im Jahr 2019 das meistverkaufte E-Mobil Deutschlands im Portfolio hat.

Für die Billig-Tochter Dacia ist der E-Antrieb indes offenbar noch zu kostspielig. Dort soll stattdessen der Autogasantrieb einen Beitrag zur CO2-Minderung leisten. Im Laufe des Jahres wird er für nahezu alle Modelle der Rumänen zu haben sein – ohne Aufpreis gegenüber dem vergleichbaren Benziner-Modell. Der CO2-Ausstoß von LPG-Modellen fällt um rund 25 Prozent geringer aus als bei Modellen, die mit Super-Kraftstoff betrieben werden.

sp-x/hh/red