Erstfahrt des Safe Light Regional Vehicle (SLRV) des DLR

Mit dem Safe Light Regional Vehicle (SLRV) zeigt das DLR ein Kleinfahrzeug mit Karosserie in Sandwichbauweise und Brennstoffzellenantrieb. Bild: DLR

| von Götz Fuchslocher
Montage der Verkleidung am Safe Light Regional Vehicle des DLR.
Montage der Verkleidung am Safe Light Regional Vehicle. Bild: DLR/Frank Eppler

Beim SLRV kombiniert das DLR eine Karosserie in Sandwichbauweise mit einem Brensstoffzellenantrieb. Die Karosserie des zweisitzigen SLRV ist 3,8 Meter lang und niedrig gehalten, um einen möglichst geringen Luftwiderstand zu erreichen. Sie ist laut DLR leicht und sicher – eine Kombination, die vorhandene Fahrzeuge in dieser leichten Fahrzeugklasse (L7e) oft nur eingeschränkt aufweisen. Möglich mache das die sogenannte metallische Sandwichbauweise: Das eingesetzte Material besteht aus einer metallenen Decklage und einem Kunststoffschaum im Inneren. Der Vorder- und Hinterwagen des SLRV sind aus Sandwichplatten zusammengesetzt und dienen als Crashzonen. Dort ist auch ein Großteil der Fahrzeugtechnik untergebracht. Die Fahrgastzelle besteht aus einer Wanne mit einer aufgesetzten Ringstruktur. Diese nehme die Kräfte auf, die während der Fahrt auf das Auto wirken und schütze die Insassen bei einem Crash, so das DLR.

450 Kilogramm schwerer Zweisitzer der L7e-Klasse

Für den Antriebsstrang haben die DLR-Forschenden eine kleine Brennstoffzelle mit 8,5 Kilowatt Dauerleistung mit einer Batterie verbunden. Diese liefert zum Beschleunigen zusätzliche 25 Kilowatt Leistung. Diese Kombination wiegt weniger als herkömmliche Batteriesysteme, sorgt für eine Reichweite von rund 400 Kilometern und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde. Mit an Bord zwischen den beiden Sitzen ist ein 39 Liter fassender Drucktank, der 1,6 Kilogramm Wasserstoff bei 700 Bar speichern kann. Die Abwärme der Brennstoffzelle nutzt das SLRV zum Heizen des Innenraums. Zusätzlich wirkt sich die gute Wärmeisolierung der Sandwich-Karosserie im Winter positiv auf den Energieverbrauch der Klimaanlage des Fahrzeugs aus.

Das SLRV soll sich zum Beispiel als Pendlerauto, als Zubringer im öffentlichen Nahverkehr oder als Carsharing-Fahrzeug eignen. Hinsichtlich Anschaffungskosten rechnet das SLRV-Team zurzeit mit etwa 15.000 Euro. Bei einer Laufleistung von 300.000 Kilometern ergibt sich laut DLR so bei einer Nutzungsdauer von zehn Jahren ein Preis von zirka zehn Cent pro Kilometer.

Im Großprojekt Next Generation Car (NGC) entwickeln insgesamt 20 DLR-Institute gemeinsam Technologien für Straßenfahrzeuge der übernächsten Generation. Neben dem SLRV gibt es zwei weitere Fahrzeugkonzepte, die ebenfalls dem Megatrend der Urbanisierung Rechnung tragen: Das Urban Modular Vehicle (UMV) als modular aufgebautes Stadtauto für private wie kommerzielle Anwender sowie das für weitere Strecken zwischen Ballungsräumen entworfene Inter Urban Vehicle (IUV).

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