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Bei alternativen Antrieben sollte ein technologieoffener Ansatz vorangetrieben werden, mahnt Continental-Chef Elmar Degenhart. Bild: Continental

| von Werner Beutnagel

Für kleinere und leichte Fahrzeuge sei der batterieelektrische Antrieb „wahrscheinlich“ die beste Wahl – vor allem beim Einsatz in der Stadt. Bei größeren und schweren Fahrzeugen auf der Langstrecke komme die Brennstoffzelle ins Spiel. Kürzlich hatte VW -Konzernchef Herbert Diess gesagt, der Batterieantrieb sei auf absehbare Zeit die beste und effizienteste Möglichkeit, den CO2-Ausstoß im Straßenverkehr zu senken.

Die für den Teilbörsengang ab 2020 vorgesehene Antriebssparte Vitesco habe 2018 Aufträge über zirka 11 Milliarden Euro erhalten – davon rund zwei Milliarden Euro rund um E-Mobilität. Nach Degenharts Einschätzung dürfte nach 2030 die letzte Generation von Benzin- und Dieselmotoren an den Start gehen, nach 2040 dürfe deren Verkauf enden und ab 2050 seien „Straßen und Städte idealerweise frei von CO2-Emissionen“.

Künftig trieben zudem Systeme für assistiertes und für teilweise automatisiertes Fahren das Wachstum an. Dafür habe Continental in den vergangenen beiden Jahren Aufträge von durchschnittlich rund drei Milliarden Euro erhalten. Degenhart machte klar, dass die Autoindustrie zu wenig Erfahrung mit Software habe. Schon heute bestehe die Software im Auto aus mehr als 100 Millionen programmierten Code-Zeilen – in den nächsten sechs bis sieben Jahren werde sich die Zahl verzehnfachen.

dpa/red