eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk MannheimeCitaro production, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim

Daimler und das kanadische Unternehmen Hydro-Quebec arbeiten gemeinsam an neuen Batterietechnologien. Bild: Daimler

| von Götz Fuchslocher

Die Mercedes-Benz AG schließt eine Entwicklungspartnerschaft mit dem kanadischen Batteriematerialspezialisten Hydro-Québec. Gemeinsam wollen beide Unternehmen an der Weiterentwicklung von Lithium-Ionen-Batterien für E-Autos forschen, erklärt Mutterkonzern Daimer. Insbesondere werde es in der Kooperation um Festkörperbatterien gehen.

„Die Lithium-Ionen-Technologie ist derzeit die leistungsfähigste Batterietechnologie, die zur Verfügung steht, und sie verfügt noch über großes Zukunftspotenzial. Trotzdem arbeiten wir fortlaufend an Optimierungen und Alternativen, die über die Möglichkeiten von Li-Ionen-Batterien hinausgehen – nicht zuletzt hinsichtlich der Energiedichte und der Ladezeiten, aber auch mit Blick auf die Nachhaltigkeit“, sagt Andreas Hintennach, Senior Manager Battery Research bei der Mercedes-Benz AG.

Hydro-Quebec hat bereits in den 90er Jahren eine Festkörperbatterie entwickelt, sagt Karim Zaghib, General Manager des Center of Excellence in Transportation Electrification and Energy Storage von Hydro-Québec. „Festkörper-Lithium-Metall-Batterien gelten als nächster wichtiger technischer Meilenstein. Sie haben eine sehr hohe Energiedichte, sie sind langlebig, sehr leicht und darüber hinaus eine sichere Alternative zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien“, so Zaghib.

Bei Festkörperbatterien handelt es sich um Energiespeicher, die statt eines flüssigen einen festen Elektroyt für den Transport der Ionen zwischen den Elektroden verwenden. Hierdurch weisen sie eine höhere Energiedichte auf und sollen weitere Vorteile bieten, etwa, dass sie sich nicht entzünden können. Dennoch bieten sie gegenüber Lithium-Ionen-Batterien derzeit keine Vorteile, da besagte Energiedichte für den Einsatz in E-Fahrzeugen noch nicht hoch genug ist und es zu langen Ladezeiten kommt. „Bei Bussen sollte es möglich sein, bereits in den frühen 2020er Jahren Anwendungsfälle zu entwickeln, weil ihr Fahrprofil sehr gut vorhersehbar ist und Platz keine so große Rolle spielt wie bei einem Pkw“, erklärt Zaghib dennoch.

Autor: Jonas Rosenberger

Der Eintrag "freemium_overlay_form_cit" existiert leider nicht.