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Aufgrund unzureichender Wirtschaftlichkeit beim Platooning fokussiert sich Daimler Trucks in Zukunft auf selbstfahrende Lastwagen auf Level 4. Bild: Daimler

| von Claas Berlin

Die strategische Neuausrichtung der Lkw-Sparte begründet der Stuttgarter OEM mit unbefriedigenden Ergebnissen bei Platooning-Feldversuchen in den USA. Das Projekt habe gezeigt, dass Einsparungen selbst unter optimalen Platooning-Bedingungen deutlich geringer ausfallen, als erhofft. 

Wenn die einzelnen Fahrzeuge des Platoons zudem voneinander getrennt werden, müssen die Lkw jedes Mal beschleunigen, um wieder aufzuschließen. Dadurch werde zusätzlicher Kraftstoff verbraucht und das Einsparpotenzial sinke weiter. Für den Hersteller ergebe sich im US-amerikanischen Langstreckenverkehr daher kein geeignetes Geschäftsmodell.

Im Transportgewerbe sei Level 4 daher der nächste natürliche Schritt nach Level 2, um Effizienz und Produktivität für die Kunden zu steigern und die Kosten zu senken, so der OEM. Dafür fließt in den nächsten Jahren eine halbe Milliarde Euro in die weitere Entwicklung von selbstfahrenden Lastwagen.

Die Lkw-Sparte übernimmt Entwicklungen aus dem Geschäftsfeld von Mercedes-Benz Cars, die auch für die Anforderungen von Transportunternehmen geeignet sind. Die verfügbaren Level 2-Systeme sollen durch Innovation und die Neujustierung vorhandener Systeme sukzessive auf Level 4 gehoben werden.

Ein Großteil der 200 neuen Arbeitsplätze soll in erster Linie von Mechatronik-Ingenieuren und Robotik-Spezialisten mit IT- und Programmierkenntnissen besetzt werden. Hauptstandort für die neuen Fachkräfte ist das „Automated Truck Research & Development Center“ von Daimler Trucks & Buses in der US-Stadt Portland.

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