Daimler gründet Tech Center a-drive

Um die „letzten Meter zum autonomen Fahren“ bewältigen zu können, hat Daimler das Forschungszentrum Tech Center a-drive gegründet. Bild: Daimler

| von Pascal Nagel

Die Mindestanforderung an autonome Autos liegt auf der Hand: mindestens so gut zu sein wie der beste menschliche Fahrer. Und das bei Wind und Wetter, Tag und Nacht. Zwar ist die Technologie bereits weit fortgeschritten, einige Prozentpunkte fehlen allerdings noch. Um dieses Ziel auf den „letzten Metern zum autonomen Fahren“ zu erreichen, hat Daimler gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft das Tech Center a-drive gegründet, um die noch offenen Forschungsfragen zu lösen.

„Das weltweite Rennen um die Führungsposition beim autonomen Fahren nimmt spürbar an Fahrt auf. Daimler will dabei auch weiterhin an der Spitze bleiben. Deshalb haben wir uns entschieden, mit dem Tech-Center a-drive die bestehende enge Kooperation mit der Universität Ulm, dem Forschungszentrum für Informatik (FZI) und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in eine strategische Partnerschaft zu überführen“, sagt Ralf Herrtwich, Leiter der Fahrzeugautomatisierung bei Daimler.

Partner des Zentrums sind die federführende Universität Ulm, das Forschungszentrum Informatik (Karlsruhe) und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Mittelfristig soll das Tech Center a-drive allerdings durch die Kompetenzen weiterer Industrie- und Forschungspartner erweitert werden. Außerdem sei es geplant, künftig auch Tech Center für weitere Zukunftsthemen zu gründen, teilt Daimler mit.

Mit dem Tech Center i-protect folgt bereits das zweite Zentrum dieser Art des OEMs. In dieser Einrichtung sollen vor allem die Sicherheitssysteme zukünftiger Fahrzeuggenerationen erforscht werden. Gearbeitet wird etwa an neuartigen Crashtests: Ein Röntgenblick in das Fahrzeug soll zum Beispiel helfen, das Verhalten der Fahrzeugstruktur während des Tests noch besser zu verstehen. Zudem könnten neuartige digitale Menschmodelle zur Entwicklung von Airbags beitragen, die sich automatisch an Körpergrößen anpassen.

Partner von Daimler im Tech Center i-protect sind Bosch, die Universität Stuttgart, die Fraunhofer-Gesellschaft mit den Instituten Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik (IWM) und Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik Ernst-Mach-Institut (EMI) Freiburg, die Universität Freiburg, die Technische Universität Dresden, die Technische Universität Graz sowie das Klinikum Stuttgart.

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