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Continental und das Startup AAI möchten gemeinsam virtuelle Fahrzeugsysteme in virtuellen Umgebungen simulieren. Bild: Continental

| von Werner Beutnagel

AAI soll beim Zulieferer Fachkenntnisse zur virtuellen Umgebung auf Grundlage von HD-Karten und KI-betriebenen Verkehrsteilnehmern einbringen, um dem zunehmenden Validierungsumfang im Bereich des autonomen Fahrens gerecht zu werden. Die im Rahmen der Zusammenarbeit entwickelten Simulationstools sollen der gesamten Autobranche zur Verfügung gestellt werden.

„Unser Ziel ist stets absolute Sicherheit. Das gilt ganz besonders für das automatisierte Fahren“, sagte Karl Haupt, Leiter des Geschäftsbereichs Fahrerassistenzsysteme von Continental. „Die Ressourcen für echte Fahrzeugtests sind begrenzt, und virtuelle Tests können den Entwicklern schnelles Feedback liefern. Während ein reales Fahrzeug im physischen Test rund 10.000 Kilometer pro Monat zurücklegen kann, sind derzeit in virtuellen Simulationen bereits 8.000 Kilometer in einer Stunde möglich. Diese Zahl wird in Zukunft noch steigen.“

Die Zusammenarbeit beider Unternehmen erfolgt entlang einer klaren Trennlinie zwischen Fahrzeugs- und Umgebungssimulation. AAI stellt hierbei Software zur Verfügung, die etwa Wetterlage, Infrastruktur, Straßenmarkierungen, Straßenschilder oder Schlaglöcher simuliert und verwendet KI, um virtuelle Verkehrsteilnehmer in die Simulation zu integrieren. Die digitalen Verkehrsteilnehmer sollen zudem unterschiedliche Fahrerprofile beinhalten und so etwa aggressive oder defensive Fahrstile abbilden. Continental bringt in die Simulation virtuelle Fahrzeuge und Assistenzsysteme ein, die auf unterschiedlichen Autonomiestufen durch die digitale Umgebung navigieren sollen.