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Die „Road and Driver“-Kamera beobachtet das Geschehen innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs. Bild: Continental

| von Pascal Nagel

Continental hat eigens dafür ein spezielles System entwickelt: Die „Road and Driver“-Kamera beobachtet gleichzeitig den Zustand des Fahrers über eine Infrarotkamera und die Situation vor dem Fahrzeug über eine nach außen gerichtete Kamera.

Auf diese Weise seien Fahrer und Fahrzeug jederzeit übereinander informiert, sagt Georg Binder, Leiter Strategy & Planning, Geschäftsbereich Fahrerassistenzsysteme bei Continental. „Letztlich geht es dabei um Vertrauen. Der Mensch kann sich darauf verlassen, dass die Technik ihm nicht plötzlich und unvorbereitet die Verantwortung zurückgibt, sondern dies nach klaren und nachvollziehbaren Kriterien erfolgt.“

Das System hinter der Windschutzscheibe oberhalb des Rückspiegels beobachtet etwa, ob der Fahrer aufmerksam oder abgelenkt ist, ob er sich den Kindern auf den Rücksitzen zugewandt hat oder sich seinem Smartphone widmet. Neuronale Netze in der zugrundeliegenden Software sollen für eine stets optimale Abstimmung sorgen. 

Über die Software-Funktion „Occupant Safety Monitor” kann die Interieurkamera auch dazu genutzt werden, die passiven Sicherheitssysteme wie Gurte oder Airbags optimal auf die jeweilige Situation anzupassen. So könnte zum Beispiel die Auslösung der Airbags gezielt auf die ermittelte Innenraumsituation abgestimmt und so deren Schutzwirkung optimiert werden, heißt es beim Technologiekonzern. 

Die Serienfertigung des Kamerasystems ist laut Continental für 2021 geplant. Dann dürften auch die ersten automatisierten Fahrzeuge zumindest auf den Autobahnen zu sehen sein, die vom neuen Kamerasystem profitieren sollen. 

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