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Die frühzeitige Erkennung und der Schutz von schwächeren Verkehrsteilnehmern sind wichtige Anwendungen für künstliche Intelligenz in den Fahrzeugen der Zukunft. Bild: Continental

| von Werner Beutnagel

Mit den Lösungen von Cartica AI möchte Continental das maschinelle Lernen im Bereich der Objekterkennung beschleunigen, um Systeme für das autonome Fahren schneller zu entwickeln. Konkret sollen autonome Fahrzeuge schneller mit neuen Verkehrssituationen konfrontiert und so trainiert werden.

Continental setzt bei der Objekterkennung für Fahrerassistenzsysteme bereits auf Technologien aus dem KI-Umfeld. So werden aus den Sensordaten und Bildern mithilfe der Software in den Fahrzeugsteuergeräten Objekte im Straßenverkehr erkannt. Auf dieser Umfelderkennung basiert im Anschluss die Berechnung der Fahrstrategie. Entsprechende Systeme müssen jedoch, so der Zulieferer, zu Anfang mit menschlicher Unterstützung trainiert werden – etwa hinsichtlich der Klassifikation von Objekten. Vom Einsatz der KI-Lösungen von Cartica AI erhofft man sich ein deutlich geringeres Maß an menschlichem Input.

„Continental unterstreicht mit seinem Investment in Cartica AI die Strategie, eine ‚AI empowered company‘ zu werden. Hierfür setzen wir bereits auf unsere knapp 500 KI-Experten im Unternehmen“, erklärt Demetrio Aiello, Leiter des Forschungsbereichs Künstliche Intelligenz und Robotik bei Continental. „Zusätzlich haben wir mit unseren Partnerschaften mit internationalen Forschungsinstituten ein intensives Wissenschaftsnetzwerk im Bereich der KI etabliert. Die Beteiligung an Cartica AI als Risikokapitalgeber bildet nun die dritte Säule unserer Aktivitäten im Umfeld der KI. Hier fördern wir aussichtsreiche KI-Unternehmen.“