| von Gert Reiling

Mit den Hybridvarianten des Volkswagen Touareg und Porsche Cayenne S gehen die weltweit ersten Parallel-Vollhybride in Serie. Bosch hat in enger Zusammenarbeit mit den beiden Autoherstellern das innovative Hybrid-Konzept entwickelt.
Moderne Steuerungstechnik managt darin das Zusammenspiel von Verbren-nungsmotor und E-Maschine. Eine mechanische Leistungsverzweigung entfällt. Neben Komponenten wie Leistungselektronik und elektrischer Maschine liefert Bosch mit der Steuerung auch das „Gehirn“: Die Motronic für Hybridfahrzeuge regelt, wann E-Maschine, Verbrennungsmotor oder beide zusammen arbeiten.
Bei den Hybridvarianten des Volkswagen Touareg und Porsche Cayenne handelt es sich um Vollhybride, die rein elektrisches Fahren über kurze Distanzen zulassen.
Dabei ersetzt  Intelligenz triviale Mechanik: Statt einer Leistungsverzweigung per Planetengetriebe verteilt Steuerungs- und Regeltechnik die Antriebsmomente zwischen Elektro- und Verbrennungsmotor. Das reduziert Kosten und Komplexität.

Die Steuerung liest dem Fahrer die Wünsche vom Gasfuß ab. Je nachdem, ob er im Stadtverkehr moderat beschleunigt, bei freier Fahrt zum Sprint ansetzt, zügig auf Autobahn und Landstraße unterwegs ist, oder ob er nur „mitsegeln“ möchte – die Steuerung übersetzt den Druck aufs Gaspedal in elektrisches, hybrides oder verbrennungsmotorisches Fahren. Umgekehrt errechnet sie anhand des Bremspedalweges, welches Bremsmoment durch die E-Maschine gestellt werden soll.

Ein Hybrid wäre ein ziemlich nerviges Auto, wären die Übergänge zwischen den Antrieben spürbar. Ruckeln ist Tabu. Messen, steuern, regeln ist die Devise – die Lösung liegt also im Zusammenspiel von Sensorik, Steuerungstechnik und Aktuatorik. Die Betriebsstrategie aller Komponenten kontrolliert ein Hybrid-Steuergerät von Bosch. Die entsprechenden Protokolle und Schnittstellen sind ein Ergebnis der Start-Stopp-Technik. Auch Cayenne- und Touareg-Hybrid schalten den V6-Motor an roten Ampeln ab, um Sprit zu sparen.

Sofern es der Ladezustand der Batterie zulässt, fahren sie anschließend bei Grün rein elektrisch los. Wenn der Fahrer den Fuß vom Gas nimmt, stellt der Verbrennungsmotor den Betrieb ein. Bis zu einer Geschwindigkeit von etwa 160 Kilometer pro Stunde ist diese „Segelfunktion“ aktivierbar. Sie spart Benzin und versorgt durch Mitlaufen der E-Maschine das 12-Volt Bordnetz.

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